Archive for the ‘Methodenblog’ Category

Blogserie: Sterne falten im Team Teil 5 – Ja, und dann?

Freitag, Dezember 9th, 2011

Schon wieder?
Keine Angst heute letzter Teil!

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Angenommen, wir hätten das Thema komplett im Bereich Marketing angesiedelt, dann gäbe es zum guten Schluss noch diese Variante, die etwas mehr Vorbereitung von Ihrer Seite benötigt: Fallaufgabe “Sterne falten”.

Alle Firmen (Teams) produzieren zunächst ein am Markt erfolgreiches Produkt, den Fröbelstern. Das Problem: Es braucht nach langer Tradition einfach mal eine Neuerung.

Leitfragen dazu könnten z.B. sein:

  • Was könnten Sie tun, um das Produkt abzuändern?
  • Wie können Sie das realisieren?
  • Was ist das Besondere an Ihrem Produkt?
  • Wie können Sie die Produktion optimieren?
  • Welche Erfolgsfaktoren ziehen Sie aus dem erfolgreichen Traditionsprodukt?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Warum braucht Ihr Kunde das Produkt?
  • Bisher ist das Produkt sehr auf die Adventszeit festgelegt. Welche Variationen sind für den ganzjährigen Einsatz möglich?
  • Wie könnte ein Marketingstrategie aussehen?
  • Entwerfen Sie einen Claim, Spot, Plakat.
  • usw…

Ich habe bisher mit dieser Variante der Aufgabe sehr gute Ergebnisse und Verständnis für das Gesamtthema erzielt. Dabei habe ich keinen Stern als Produkt gewählt, sondern unterschiedlichste Varianten: Phantasieprodukte, Faltflugzeuge, Legobaukästen etc.

Dies nur als kleine Anregung. :-)

Viel Spaß und einen schönen 3. Advent wünsche ich! :-)

img_6367022Das ist jetzt keine große Veränderung, aber für mich, als “Überhaupt-nicht-bastel-falte-Freundin” war diese Variation schon der absolute Knüller. ;-)

Blogserie: Sterne falten im Team Teil 4 – Juchuhh, ein Fehler!

Donnerstag, Dezember 8th, 2011

Heute geht es um die Einstellung zu Fehlern. Damit ist es ja nicht so leicht. ;-)

Auf dem Weg zum perfekten Stern macht die Gruppe zwangsläufig Fehler. Diese Fehlversuche werden nicht einfach nur zusammengeknüllt und entsorgt. Die einzelnen Fehler werden von der Gruppe dokumentiert. Fotos erstellen, oder die Fehlversuche für eine spätere Präsentation sammeln.
Geben Sie der Gruppe das Material und eine Anleitung Ihrer Wahl. Zusätzlich bitten Sie die Teilnehmer, die Fehler zu dokumentieren, indem sie sie fotografieren. In der Auswertung der Übung legen Sie den Fokus genau darauf.

Je nach Zeit bitten Sie die Teilnehmer, die Fotos der Fehler zu einer Dokumentation zusammenzufügen. “Laden Sie die Fotos in eine Präsentation und erklären Sie uns, was Sie ganz konkret aus diesem Fehler gelernt haben.”

Meine Erfahrung ist, dass die Teilnehmer zum größten Teil technisch sehr gut ausgestattet sind. In jeder Gruppe gibt es x-Teilnehmer, die mit einem Smartphone, einer Digitalcamera, einem Note- oder Netbook ausgestattet sind. Für den Notfall können Sie ja auch Ihre Kamera zur Verfügung stellen, die Fotos in Ihr eigenes Notebook laden und dann als Präsentation zur Verfügung zu stellen.

img_6356014Hier wurde ein Zwischenschritt vergessen, deshalb war der nachfolgende Schritt nicht möglich. Die Reihenfolge drüber-drunter-drüber-drunter kann so nicht eingehalten werden.

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Hier wurde eine Zacke vergessen. Merke: Aufmerksamkeit.

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Hier wurden die Streifen in der falschen Richtung durchgezogen. Es funktioniert nur, wenn die Streifen vor dem Durchziehen und Vollenden einmal gedreht werden.

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Puh, fertig!

Morgen lesen Sie den letzten Artikel aus dieser Serie:  Sterne falten im Team Teil 5 – Ja, und dann?

Blogserie: Sterne falten im Team Teil 3 – Echte Trainer nehmen Flipcharts

Mittwoch, Dezember 7th, 2011

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Klar, was denn sonst! :-) Bei Turmbau, Eierfall und Dingsbums nimmt Trainer doch auch immer ein Flipchart.

Ziel ist es, wir erinnern uns: einen Fröbelstern zu falten!
Ein Stern besteht immer aus vier Papierstreifen. Hier nun die Arbeitsmaterialien für die Gruppe:

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Geben Sie der Gruppe eine Faltanleitung, oder lassen Sie sie googeln, oder, oder. Der Unterschied besteht darin, dass die Teilnehmer im Gegensatz zu den anderen Tagen das Material erstmal selbst schneiden müssen. Zusätzlich können Sie noch einen Klebestift aushändigen. Damit haben die Teilnehmer die Möglichkeit, längere Papierstreifen zu erstellen.

Die vorgegebene Zeit oder die Reduktion von Materialien ist natürlich immer eine zusätzliche Option.

Variante 1:

Sie geben einen Stern in einer bestimmten Größe vor. Dazu ist eine bestimmte Breite der Papierstreifen nötig. Die Teilnehmer sollen sich den vorgegebenen Stern gut anschauen und einen ebenso großen Stern anfertigen. Es gibt kein Lineal zum Abmessen. Flipcharts haben meist eine Lineatur aufgedruckt. Das sollte reichen. Der Stern sollte im Durchmesser maximal 0,5 cm von der vorgegebenen Größe abweichen. Je kleiner die Abweichung, desto hochwertiger ist das Ergebnis zu bewerten.

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Variante 2:

Die Teilnehmer sollen den größtmöglichen Stern aus zwei Flipchart-Blättern erstellen. Hier müssen sie den Klebestift einsetzen, denn je breiter die Papierstreifen, desto länger müssen sie auch für das “Flechtwerk” sein.

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img_6411005Huch, zu kurz!

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Der kleine Stern ist mit den kästchenbreiten Streifen über die Gesamthöhe des Flipcharts möglich. Soll der Stern größer werden, mit breiteren Streifen, dann müssen die Faltstreifen verlängert werden, z.B. durch Zusammmenkleben.

Variante 3:

Das vorgegebene Material (1-2 Flipchartblätter) muss inklusive eines “Teststerns” (zum Erarbeiten der Technik) für die “Produktion” in der Anzahl der Teilnehmer für die Kleingruppe reichen. Am Ende soll das Material komplett aufgeraucht sein. Ups, verschrieben: Am Ende soll das Material komplett aufgebraucht sein. Bei fünf Gruppenmitgliedern macht das sechs Sterne inklusive des “Teststerns”.

Diese Übung kann auch zum Einstieg verwendet werden. Die Teilnehmer sollen dann in den Ecken ihres Sterns Stichworte notieren, die Erwartungen & Ziele der Teilnehmer an das Seminar enthalten.

Welche Varianten fallen Ihnen ein?

Morgen lesen Sie: Sterne falten im Team Teil 4 – Juchuh, ein Fehler!

Blogserie: Sterne falten im Team Teil 2 – Ich versteh’ nur Dänisch

Dienstag, Dezember 6th, 2011

img_6378024Eine Übung, die ich in ähnlicher Form mal selbst in einer Weiterbildung “Deutsch – französische Sprachanimation” kennengelernt habe.
Es ging darum, sensibel zu machen, für das Thema ‘Sprache’ ganz allgemein. In zwei Kleingruppen bekamen wir jeweils einen Text auf Türkisch und Kroatisch. Niemand in den einzelnen Gruppen sprach diese Sprachen. Die Kleingruppen waren jeweils deutsch-französisch zusammengesetzt. Gemeinsam sollten wir versuchen, durch einzelne Signalwörter so viel Text, wie möglich zu erfassen. Erst waren wir nicht begeistert, aber nach einiger Zeit haben wir unser Sprachwissen aus Lebenserfahrung, anderen Sprachen und Kulturen zusammengeworfen und waren sehr erstaunt, wie viel des Inhalts wir am Ende auf diese Weise zusammengetragen hatten.

Zusätzliches Ziel war es, die Angst vor einer fremden Sprache zu verlieren, Fehler und Unvollkommenheit zu akzeptieren. Das 2. Ziel war es, als Gruppe mit einer völlig neuen Situation umzugehen, die erst mal unlösbar erscheint.

Beim Auspacken der Bastelmaterialien habe ich mich wieder an diese Übung erinnert: Die Faltanleitung für die Sterne war ganz süß auf Deutsch und Dänisch geschrieben.

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Für die Gruppenaufgabe könnte ich mir vorstellen, dass man bewusst Anleitungen in anderen Sprachen heraussucht und diese den einzelnen Teams zur Verfügung stellt. Es sollten allerdings schon Zeichnungen enthalten sein, damit es nicht zu schwierig wird. Keine Angst, es ist trotzdem noch schwer genug! :-)
Der Kontext für den Einsatz der Übung: “Wir haben eine Produktionsstätte im Land X und Sie sind als Arbeitsgruppe dorthin versetzt worden. Die Arbeitsanleitungen erhalten Sie in der Sprache des Landes. Es wird von Ihnen erwartet, dass Sie selbstverständlich qualitativ hochwertige Produkte abliefern. Während des Arbeitens sollen Sie zehn Vokabeln der Sprache herausfinden und erlernen. Wenn Sie Ihr fertiges Produkt vorstellen, dann stellen Sie bitte auch die zehn Vokabeln vor, die Sie im Rahmen der Aufgabe mit Hilfe der Anleitung herausgefunden haben.”
Das kann noch durch eine Zeitvorgabe angeheizt werden.

Diese Aufgabe kann zur Vorbereitung von Arbeitsteams oder Mitarbeitern genutzt werden, die für ihre Firmen im Ausland eingesetzt werden sollen. Dabei geht es hier nicht um die Sprache des Ziellandes! Als Sprache in dieser Übung sollte bewusst eine andere Sprache gewählt werden, damit die grundsätzliche Problemlösungsfähigkeit im Vordergrund steht.

Es muss noch nicht mal sein, dass Sie Mitarbeiter ins Ausland schicken. In den Filialen eines Unternehmens im Inland spricht man auch oft “eine andere Sprache”, für die man als “Neuer”, z.B. neue Führungskraft, Nachwuchskraft auch erst mal ein Ohr entwickeln muss.

Welche Ideen haben Sie zum Einsatz von Arbeitsanleitungen in anderen Sprachen?

Morgen lesen Sie: Sterne falten im Team Teil 3 – Echte Trainer nehmen Flipcharts.

Blogserie: Sterne falten im Team – Teil 1

Montag, Dezember 5th, 2011

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Sterne falten im Team?
Mögliche  Antworten: “Och, das mache ich schon seit Jahren!” oder “Öh, die spinnt doch, die Dirks!” oder “Das probier’ ich mal statt ‘Turmbau’!” –> Bingo! :-)

In der letzten Woche habe ich die Weihnachtsdeko in der Wohnung verteilt. Ich habe auch einen “Fröbelstern” aufgehängt, den ich mal in einer Buchhandlung gekauft hatte. Ich dachte dabei, dass ich in diesem Jahr gerne mehr davon hätte. Im Bastelgeschäft gab es bereits vorbereitete Papierstreifen, mit denen man diese Sterne anfertigen kann. Gute Sache – dachte ich – kaufte ausreichend davon und beschloss zu basteln.

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Das einzige Problem an der Sache: Basteln gehört zu den ‘kreativen’ Disziplinen, gegen die ich eine große Abneigung verspüre. Ich habe schon mal hin und wieder einen Origami-Versuch gestartet, der aber leider immer im Altpapier endete. Ich bin dazu viel zu unruhig, zu ungenau und verliere ganz schnell die Lust daran. “Bäh” wie “Basteln” ist da mein Credo. Die besten Voraussetzungen also, um die etwas komplizierte Falttechnik dieser sehr schicken Fröbelsterne nachzuvollziehen.

Ich ließ mich nicht beirren, postete jeweils den aktuellen Status (inkl. der Wut) der Bastelaufgabe auf Facebook und löste damit viel Interesse, Anteilnahme und ein bisschen Bewunderung aus –> “Ui, ich dachte, das könnten nur Kindergärtnerinnen!” “Ja, das ist auch so!”

Als ich den Bogen raus hatte, kam mir die Idee, genau diese Technik als Gruppenübung einzusetzen.

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Man macht sich ja immer Gedanken, was so in Trainings funktioniert. Die meisten Dinge des täglichen Lebens lassen sich scheinbar für alles Mögliche verwenden. Sternefalten z.B. als eine Form von ‘Turmbau’, nur in sinnvoll, weil die Sterne hinterher wenigstens Seminarraumdeko sind. Puh, die Turmbauübung: eine Übung, die ich damals sowohl als Teilnehmerin langweilig und unwirksam empfand, als auch später als Trainerin. Aber das ist ein anderes Thema…

In dieser Woche möchte ich nun insgesamt fünf Variationen und Ergänzungen beschreiben, die z.T. aus anderen Übungen stammen und mit Hilfe des Sternefaltens eine weihnachtliche Dimension erhalten.

Ziel ist es in jedem Fall mindestens einen Stern nach der Vorlage zu erhalten.

1. Variante:

Teilen Sie die Gesamtgruppe in Teilgruppen auf und geben Sie Ihnen Arbeitsmaterialien an die Hand.

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Die einzige Info: “Bitte basteln Sie daraus einen Fröbelstern.” Hilfsmittel: Einer der Teilnehmer darf danach googeln und die für ihn schlüssige Erklärung heraussuchen. Danach muss er den anderen Teilnehmern präzise mitteilen, wie gefaltet werden muss, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Er selbst darf nicht mitfalten oder dies anders visualisieren. Er muss es erklären und sich schon sehr präzise ausdrücken.

2. Variante:

Jedes Team wählt einen Geschäftsführer oder Gruppenleiter. Die Teilnehmer erhalten die Arbeitsmaterialien, sowie eine Arbeitsanleitung, in der bewusst einzelne Arbeitsschritte ausgelassen wurden. Die andere Kleingruppe erhält ebenfalls eine Arbeitsanleitung, in der ebenfalls einzelne Arbeitsschritte ausgelassen wurden, ganz andere selbstverständlich. In drei Sitzungen à 5 Min. hat der Geschäftsführer oder Gruppenleiter einer Teilgruppe die Möglichkeit, sich mit dem Geschäftsführer/Gruppenleiter des anderen Teams darüber auszutauschen, welche Arbeitsschritte vorhanden sind, um festzulegen, wie die Aufgabe gelöst werden kann. Ziel ist es dennoch, als erstes Team die richtige Lösung zu erreichen.

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…und morgen lesen Sie: Sterne falten im Team Teil 2 – Ich versteh’ nur Dänisch.

#TrainerQuickie-Wiederholung Nr.10: Kekse, Kekse, Kekspause

Freitag, Oktober 28th, 2011

Ich sitze am Schreibtisch und esse eine Tüte Buchstaben-Kekse. Plötzlich fällt mir auf, dass ich wertvolle Trainerressourcen für mein nächstes Training vernichte: BUCHSTABEN! Damit kann man doch was machen!
Nachdem ich bereits 2/3 der Tüte aufgegessen habe, kommt mir die Idee für diese kleine Auflockerung: Warum nicht mal die Teilnehmer mit einer kompletten Buchstabenkekstüte in die Pause schicken?
Dieser Übergang zwischen Lernen und Pause sollte schon etwa 5-7 Minuten vor der Pause eingeleitet werden, damit den Teilnehmern auch noch genügend Zeit für die Pause und die Erholung bleibt!

Also:
Tüte aufreißen, Kekse auf den (gereinigten!) Pausentisch kippen und die Teilnehmer bitten, möglichst viele Fachbegriffe aus der letzten Arbeitseinheit oder den letzten Stunden, mit den Buchstaben zu legen, dabei unbrauchbare und kaputte Buchstaben sofort aufzuessen: “Die schlechten ins Kröpfchen!”
Danach ALLE ausgelegten Fachbegriffe als Gruppe auch ‘gustatorisch’ verinnerlichen. ;-)

Ich habe ein paar Fotos erstellt, aber viel war nicht mehr zu retten. Ich bitte um Nachsicht, liebe Leser!
Die Idee war einfach zu spät dran. Und die Kekse viel zu lecker!

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Jetzt aber mal alle raus… in die Pause:
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Kuchen gefällig? – Oder ein Einblick in die Struktur von Webinaren

Dienstag, Oktober 4th, 2011

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Wir haben unsere  Train-the-Trainer  - Webinare ausgebaut. Bei dem Stundenplan könnte man glatt von einem heißen “Train-the-Trainer Webinar Herbst” sprechen. ;-)
Warum ist das so? Meine Erfahrung mit Webinaren zeigt nach wie vor, dass hier immer noch lieblos gearbeitet wird. Folien, die noch nicht mal den Mindestanforderungen in jeglichen PowerPoint-Grundlagenwerken entsprechen werden dort zum Besten gegeben und gelangweilt vorgelesen, am liebsten monoton!

Mit Hilfe des selbst gebackenen und fotografierten Kuchens möchte ich verdeutlichen, was wir tun und warum.

Stellen wir uns einmal vor, dass dieser Kuchen unser Webinar darstellt.

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Die Einteilung des Kuchens stellt die Mindeststruktur dar, die für unser Webinar wichtig ist. In unserem Webinar “Die Struktur von Webinaren” gehen wir auf die Feinheiten ein. Was ist innerhalb der Mindeststruktur zu bedenken, damit unsere Teilnehmer aktiv werden und dranbleiben?

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Der Start ist nicht nur der Startknopf des Webinars und los geht’s, ebenso wie im Präsenzseminar brauchen wir hier einen Einstieg, in dem wir uns um die Grundbedürfnisse der Teilnehmer kümmern, damit sie dranbleiben. Technik-Check, Teilnehmer verbinden, Erwartungen. Alles das, was wir in unseren Seminaren nach AL (Accelerated Learning) in der Phase “Mentale Vorbereitung” machen.

img_4944005Inhalte 1: In dieser Phase wird Wissen vermittelt. Ideen, wie Sie das aktivierend tun können, vermitteln wir schwerpunktmäßig in unserem Webinar “7 Methoden für aktivierende Webinare“.

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OMG! Das ganze dicke Stück? Sicher kennen Sie das aus dem Kaffeekränzchen mit der Familie: “Oh nein, bitte nur ein kleines Stück!” – So halten wir es auch mit dem Lernen.

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Jetzt ist es besser, selbst wenn Tante Frieda am Ende doch die drei Stücken Kuchen alleine isst, was meistens der Fall ist: Einzeln sind die Stücken überschaubar, köstlicher und scheinbar auch schneller verdaulich. Was die Einteilung und diese Phase schmackhaft macht, zeigt unser Webinar “Die Struktur von Webinaren“.

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Ein Stück Wiederholungsphase nach dem 1. Teil der Wissensvermittlung, um zu sehen, ob der 1. Teil der Vermittlung auch wirklich angekommen ist. Ideen, wie Sie das aktivierend tun können, finden Sie ebenfalls in unserem Webinar “7 Methoden für aktivierende Webinare“.

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Jetzt folgt der 2. Teil der Wissensvermittlung. Aber natürlich müssen wir auch hier wieder kleine Stücken anbieten.

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Besser, viel besser, denn mittlerweile sind Sie ja auch schon eine ganze Weile dem Webinar treu geblieben, so dass langsam der Kopfhörer zwackt, das Auge juckt oder die Schultern verspannt sind, vom falschen Sitzen. ;-)

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…Und tschüß! Ist auch beim Webinar ganz schlechter Stil! Methoden, wie Sie einen guten Abschluss schaffen finden Sie ebenfalls in unserem Webinar “7 Methoden für aktivierende Webinare“.

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Gut verdautes Webinar. Bis zum Ende dabei geblieben. Ein gutes Gefühl für Teilnehmer und Trainer.
Grundlage dafür ist immer die angemessene Dauer des Webinars bzw. die Größe des Kuchens. Fällt beides aus dem Rahmen, kann uns ganz schön übel sein und die ganze Idee hat einen negativen Beigeschmack. ;-)

Apropos Ideen:
Ideen für die Visualisierung gibt es in unserem Webinar “Vom Wort zum Bild – Mehr Visualisierung in Ihrem Webinar“. Für Leser, die wenig Erfahrung mit PowerPoint haben und sich hier und da einen Kniff zur Gestaltung wünschen, haben wir noch dieses Webinar im Angebot: “Anschauliche & lesbare Folien für Webinare mit PowerPoint“.

Bis bald! Wir sehen uns im Webinar! :-)

Reflexion – Auswertung: Comics erstellen

Mittwoch, September 28th, 2011

Dank Reiner Bing von www.bilderdenken.de , der mir auf unserem gemeinsamen Workshop einen Tipp gab, habe ich mich noch mal mit dem Thema Comics beschäftigt. Dies bietet eine sehr lebendige Seminardokumentation.

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Erfolgreich im Selbstversuch getestet!

In meinen Seminaren mache ich immer Fotos und erstelle daraus, je nach Auftrag, immer sehr ausführliche Fotodokumentationen. Hier treffen Job und Hobby aufeinander. Man hat da ja so Schnittstellen. ;-)
Anhand von Teilnehmerfotos während der Seminare habe ich aber entdeckt, dass die Teilnehmer selbst sehr wertvolle Beobachtungen machen, die sie viel unauffälliger und oft auch spontaner einfangen können. Diese Idee möchte ich hier einmal aufnehmen und weiterführen.

Ich nenne sie auch gerne die „Kamerakind – Teilnehmerdoku“. Als Kind der 70er kenne ich selbstverständlich 1-2-oder-3, die fröhliche Show mit Michael Schanze. Dort wurde immer ein Kamerakind im Studio ausgewählt. Das Kamerakind durfte zusätzlich Bilder machen, erkennbar an dem Rahmen im Bild. Erinnert Ihr Euch? Das war immer etwas Besonderes.

Im Seminar frage ich nach freiwilligen Fotoreportern für einen Tag.  Am 1. Tag von mehrtägigen Seminaren muss ich meistens jemanden auslosen oder bestimmen. An den folgenden Tagen gibt es immer genügend freiwillige Teilnehmer, die diesen Job gerne übernehmen. Ich gebe meine kompakte Digicam aus und bitte den Fotoreporter des Tages, jeweils 5-10 Fotos über den Tag verteilt zu erstellen.

Dabei dürfen es gerne mehr sein, doch 5-10 Fotos sollen nur in die Doku eingehen. Das schult noch mal die Wahrnehmung, wenn Fotos ausgewählt werden sollen, die die Gruppe besonders gut repräsentieren. Der Vorteil bei 5-10 Fotos: Die Dokumentation hat maximal 1 – 2 Seiten. Das ist sehr gut überschaubar.

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Ein Workshop-Beispiel im Bearbeitungsbildschirm

In den kleinen Kaffeepausen jeweils am Folgetag stelle ich meinen Computer mit der Software zur Verfügung und die Teilnehmer entscheiden, in welcher Reihenfolge die Fotos eingebaut werden sollen und ergänzen nebenbei die Sprechblasen mit ihren eigenen Worten. Ich nehme bewusst die kleinen Pausen, damit ich auch immer noch ein Auge drauf werfen kann, denn nicht alle Teilnehmer fühlen sich sicher im Umgang mit der Technik und in den seltensten Fällen möchte ich meinen Computer der Gruppe anvertrauen. So kann ich eingreifen und notfalls selbst schnell die Ideen aufnehmen. Aus meiner Erfahrung nimmt das etwa 10-15 Min. Zeit pro Tag ein. Ist also auf jeden Fall machbar.

Was passiert damit?

Teilnehmer und Auftraggeber nehmen diese Doku ganz begeistert an, weil sie wesentlich lebendiger rüberkommt, als die sonst oft verwendete Powerpoint-Variante. Es kommt natürlich immer darauf an, wie viel Text Ihr zusätzlich verarbeiten müsst. Bei langen Texten solltet Ihr auf herkömmliche Software (Powerpoint, Word) zurückgreifen.
Wenn Ihr aber die Stimmung im Seminar kommunizieren wollt, dann ist die beschriebene Form der Doku sehr gut geeignet. Gerade, wenn Ihr zu den Themen „Kommunikation, Team oder Führung“ unterwegs seid.

Was ist das für eine Software?

Die Software heißt „Comic Life“ oder „Comic Life deluxe“ und wurde zunächst für den Mac entwickelt. Es gibt von der Firma plasq jetzt eine Version für Windows. Beide Versionen können eingeschränkt kostenlos getestet werden.

Die Benutzung des Programms ist sehr einfach und ausreichend dokumentiert. Der Preis für das Programm: ca. 29,00 – 35,00 €

Ein guter Preis, im Gegensatz zu oft teuren anderen Programmen.

Link für Comic-Life.

Variante:
Selbst einen Teil der Seminarunterlagen damit aufpeppen:

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Variante 2:

Sie könnten kurze Dialoge, z.B. beim Thema „Mitarbeitergespräch“ in dieser Form darstellen. Sie müssten für diesen Zweck zwei Personen beim Gespräch fotografieren. Dann füllen Sie die Sprechblasen mit den einzelnen Dialogsätzen, die Sie vermitteln möchten. Schon erhalten Sie eine anschauliche Seite, die ein bisschen an den Fotoroman in der Bravo erinnert. Das liest man doch mit viel mehr Aufmerksamkeit, als einen einfach herunter geschriebenen Dialog, oder?! :-)

Wer ramt des Zeig zam? – Vier Seiten einer Nachricht mal authentisch

Donnerstag, August 11th, 2011

Neue Saison nenne ich den Start nach der Sommerpause, weil es der Neustart nach etwa zwei Monaten wirklicher Pause ist. Urlaubszeit für Inhouse-Themen, ist ja niemand da, wer soll also noch ins Seminar kommen? Zeit, etwas Neues auszuhecken.
Aber themenbezogen ist gar nicht neu, was dann immer wieder passiert: Bei mir startet die neue Saison mit neuen Auszubildenden, neuen Nachwuchskräften und dazu mit den beliebten Grundlagen der Kommunikation von Sender-Empfänger, über den Eisberg, bis hin zu den Vier-Seiten-einer-Nachricht. Es sind Basics und sie sind prüfungsrelevant und jahrelang probiere ich immer wieder ganz unterschiedliche Dinge in Bezug auf das Thema aus. So auch in diesem Jahr. Mittlerweile ist die Erklärung des Modells eine astreine Stand-up-Nummer. Die gut ankommt. Mir ist ja wichtig, dass die Teilnehmer lachen.
Doch in diesem Jahr hat eine Gruppe bei der einfachen prüfungsbezogenen Aufgabe im Anschluss alle Lachrekorde getoppt.

Die Übung finde ich totlangweilig, aber wirksam:

Wählen Sie in der Kleingruppe einen typischen Satz aus Ihrem Arbeitsbereich aus und erläutern Sie ihn vor dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun.

Schallendes Gelächter begleitete die Präsentation einer Kleingruppe. Sie hatten die Aufgabe ganz mundartlich, nämlich bayrisch gelöst.

Herrlich, meistens sind es die alltäglichen Dinge, die uns das Leben so lustig machen:

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Also, ich bin gespannt, zwischendurch auch noch mal andere mundartliche Varianten zu finden.
Sprache ist ja eine tolle Sache. :-)

Haben Sie auch mundartliche Erfahrungen zum Thema?

Metalog KultuRallye oder Das Fist of Zen des Seminarraums

Freitag, Juli 29th, 2011

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KultuRallye ist Trainingsmaterial der Firma Metalog.

Fist of Zen ist eine Show auf MTV. Bei den Regeln und in der Beobachtung der Teilnehmer gibt es Überschneidungen. Glauben Sie nicht?

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Das Material lässt sich für Gruppen von mind. 9 – max. 24 Teilnehmern einsetzen. Ich habe die besten (intensivsten) Erfahrungen bei einer Gruppenstärke von 16 Teilnehmern gemacht. Dabei sind 12 Teilnehmer aktiv am Spiel beteiligt und vier Beobachter sind im Raum unterwegs.

Auf der Webseite finden wir zur Einführung des Materials die folgenden Informationen der Firma “Metalog”:

Lernprojekt.
Explizite und implizite Regeln sind Ausdruck einer jeden Kultur. Ob es sich dabei um die Kultur einer Volksgruppe oder aber um Firmen- oder Abteilungskultur handelt – wie auch immer: Regeln bestimmen das Zusammenleben. Der Umgang mit fremden Regeln ist Hauptthema dieses Lernprojekts.

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Ich setze es in Führungs- und Kommunikationstrainings mit Nachwuchskräften oder jungen Führungskräften ein. Da ich ausschließlich mit Filialunternehmen arbeite gibt es immer viele Möglichkeiten, das Material zu nutzen. Die (Nachwuchs-) Führungskräfte werden oft versetzt und müssen sich auf immer neue (informelle) Regeln in den Filialen einlassen. Das ist sowohl im wahren Leben, als auch in dieser Übung nicht einfach. Die Übung ist von der reinen Durchführung her auf 20-25 Min. angesetzt und damit komme ich gut hin. Dazu kommt aber auch noch die intensive Auswertung mit Feedback und Lösungsvorschlägen für die Umsetzung im Alltag. Diese Auswertung ist sehr spannend, weil es auch um die Themen “Regelbrüche, eigene Regeln, Ignoranz und Toleranz” geht. Damit nutze ich dann eine gesamte Arbeitseinheit (90 Min.). …und DAS IST ES WERT! :-)

Wie funktioniert die Übung?

Die Materialien werden auf insgesamt vier Tischen verteilt. Die einzelnen Tische sind jeweils von den anderen Gruppen nicht einzusehen. Dazu dient die Raumteilung mit Hilfe von Moderationswänden. Jede Gruppe erhält ein Anleitungsblatt mit allen Hinweisen zum Ablauf. Auf diesem Anleitungsblatt sind die Regeln der einzelnen Tischgruppen erklärt. Ziel ist es, so viele Chips wie möglich zu erspielen. Nach einer Übungsrunde, um die Regeln zu lernen, darf nicht mehr gesprochen werden. Jetzt beginnt ein intensives nonverbales Spektakel, in jeder Runde zeigen die Teilnehmer ihre Schadenfreude dem Verlierer der Runde am eigenen Tisch. Ein Audiomitschnitt wäre etwa so: “Kchchchi, hihi…gigglegiggle…psssssst!”

Dann kommt der Moment der Wahrheit und an jedem Tisch wird derjenige mit den meisten gewonnenen Chips in die nächste Gruppe geschickt.

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Danach gibt es zwei Möglichkeiten: die Gruppe beginnt einfach zu spielen oder die Gruppe beginnt mit der Erklärung der Regeln. Natürlich nonverbal. In 98% der Fälle ist es so, dass die Gruppe anfängt zu spielen und der neue Mitspieler gnadenlos verliert. DAS ist dann der Moment, wo es die Ähnlichkeit mit “Fist of Zen” bekommt. Die Teilnehmer lachen schadenfroh drauf los. Sie lachen Tränen und damit kein Laut über die Lippen kommt, weil dies verboten ist, stopfen sich einige Teilnehmer auch gerne mal ein Taschentuch, einen Jackenärmel oder die Faust in den Mund.

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Diese blanke Schadenfreude, das stumme Lachen, das sehe ich genau so im TV bei MTV. Der arme Tropf, der die nächste schmerzhafte Aufgabe lösen muss, während sich die anderen Teilnehmer über ihn kaputtlachen, natürlich auch schweigend, denn sprechen ist auch bei “Fist of Zen” verboten. Der arme Tropf im Seminarraum, der vom Gewinner mit vielen Spielchips ganz schnell zum absoluten Looser wird. Ein Fest, auch das auszuwerten. Am Ende steht aber oft auch ein Gewinner, der sich schnell auf die neuen Regeln einlässt, sich nicht durch die Schadenfreude der anderen abbringen lässt und damit Punkte holt. Eben so, wie bei “Fist of Zen”.

Noch vor einiger Zeit habe ich die Übung sehr selten eingesetzt, weil ich das Gefühl hatte, dass da weniger drin steckt. Vielleicht lag es an meiner Anleitung? Jetzt bin ich von der Wirksamkeit der Übung absolut überzeugt.

Nutzen Sie auch die KultuRallye? Was sind Ihre Erfahrungen mit diesem Material?

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