Posts Tagged ‘Auflockerung’

#TrainerQuickie-Wiederholung Nr.10: Kekse, Kekse, Kekspause

Freitag, Oktober 28th, 2011

Ich sitze am Schreibtisch und esse eine Tüte Buchstaben-Kekse. Plötzlich fällt mir auf, dass ich wertvolle Trainerressourcen für mein nächstes Training vernichte: BUCHSTABEN! Damit kann man doch was machen!
Nachdem ich bereits 2/3 der Tüte aufgegessen habe, kommt mir die Idee für diese kleine Auflockerung: Warum nicht mal die Teilnehmer mit einer kompletten Buchstabenkekstüte in die Pause schicken?
Dieser Übergang zwischen Lernen und Pause sollte schon etwa 5-7 Minuten vor der Pause eingeleitet werden, damit den Teilnehmern auch noch genügend Zeit für die Pause und die Erholung bleibt!

Also:
Tüte aufreißen, Kekse auf den (gereinigten!) Pausentisch kippen und die Teilnehmer bitten, möglichst viele Fachbegriffe aus der letzten Arbeitseinheit oder den letzten Stunden, mit den Buchstaben zu legen, dabei unbrauchbare und kaputte Buchstaben sofort aufzuessen: “Die schlechten ins Kröpfchen!”
Danach ALLE ausgelegten Fachbegriffe als Gruppe auch ‘gustatorisch’ verinnerlichen. ;-)

Ich habe ein paar Fotos erstellt, aber viel war nicht mehr zu retten. Ich bitte um Nachsicht, liebe Leser!
Die Idee war einfach zu spät dran. Und die Kekse viel zu lecker!

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Jetzt aber mal alle raus… in die Pause:
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Trainer-Urlaubstipp Nr.5: Souvenirs

Freitag, Juli 15th, 2011

Kaufen Sie Souvenirs!
Schauen Sie NICHT verächtlich auf die liebevoll in China hergestellten kroatischen, spanischen oder sorbischen Handmade-Souvenirs.
Meist werden diese Souvenirs in ambulanten Strandboutiquen verkauft. Schauen sie genau hin, was könnten Sie für Ihre Arbeit gebrauchen?
Manchmal hilft uns der größte Kitsch bei der Vermittlung trockener Inhalte.

Hier ist meine kleine Ausbeute (man muss es ja auch nicht gleich übertreiben):

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Ein riesiger Glibbergummi-Kooshball (ca. 25 cm im Durchmesser). Beim Werfen leuchtet er blau. Cooles Teil für “Heißer-Ball-Runden”, Blitzlichter und Namensspiele.
Nachteil: Die Hände stinken nach der Ballrunde furchtbar nach Gummi. Aus meiner Erfahrung mit anderen Koosh-Bällen legt sich das aber nach der 10. Seminargruppe. :-)

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Daneben lag noch ein kleiner gelber Glibberwurm. Auch der leuchtet beim Werfen. Mitnehmen.

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Eine Wasserpistole! Yess!
Ja, ich werde sie einsetzen. Bietet sich in heißen Sommerseminaren besonders für trockene Themen ein. Allerdings immer nur einmal in der gleichen Seminargruppe, dann ist der Überraschungseffekt weg. Es gibt zwei drei “robuste” Gruppen mit denen ich das auf jeden Fall machen kann. Und ich freu’ mich drauf! :-)

Ich habe kitschige Urlaubssouvenirs und ich werde sie einsetzen.
Was bringen Sie mit?
Ich wünsche Ihnen einen schönen Urlaub! :-)

Zum Thema Ball – Aus aktuellem Anlass!

Freitag, Juni 24th, 2011

Der Koosh-Ball, der kunterbunte Trainerball, der Mini-WM-Fußball und andere Wurfgeschosse werden täglich von Trainern und Referenten durch die Seminarräume geworfen.

Je nach Anleitung empfinden Teilnehmer das “Irgendwie voll psycho!” oder  positiv empfinden sie es als “Nette Auflockerung!” zwischendurch. Viele Trainer nehmen davon Abstand und sagen: “Uh, das mit dem Koosh-Ball, das ist mir zu peinlich, das machen meine Teilnehmer nicht mit, die sind zu wichtig/ zu pubertär/ zu busy oder zu sonstwas.”

Ich bin für die Renaissance der (Koosh-) Bälle im Training. Für mich gehört der kleine Wiederholungs-Quickie mit dem Ball absolut dazu und es ist mir ganz egal, wer dabei meine Zielgruppe ist. :-)

Ich sage auch, warum ich dafür bin:

  1. Mal zwischendurch aufzustehen bringt das Blut in Wallung und transportiert Energie mitten ins Hirn!
  2. Gegengleiche Bewegungen und Ballspiel stimulieren die Gehirnaktivität.
  3. Wiederholung gepaart mit Wettbewerben um die richtige Antwort verbessern das Gedächtnis. Geht super mit dem Ball.
  4. Es ist ganz einfach, mit dem Ball eine einfache Wiederholung einzuleiten: “Heißer Ball”, der Ball wird zwischen den Teilnehmern, die sich in Kreis oder Ei aufgestellt haben, hin und her geworfen. Wer den Ball erhält, der muss einen Satz oder ein Stichwort aus dem vorher behandelten Lernstoff sagen. Weiß er keinen Satz, kann er “Passe!” rufen und den Ball weiter an einen anderen Teilnehmer werfen. Es sollte jeder einmal den Ball in der Hand gehabt haben, es sind auch mehrere Runden möglich, wenn der Stoff das hergibt, oder die Teilnehmer begeistert dabei sind. Ganz einfach, oder? Weder kindisch, noch esoterisch, also dann mal los!  ;-)

So, wollen Sie wirklich zum Start der Frauen-Fußball-WM immer noch sagen, dass Ballspiele albern sind, hm?! ;-)

Koosh-Ball mit und ohne Gesicht in Aktion:

259-apprenti_blogSchnuckliges Teil, leider hat er die Strapazen nicht überlebt, werde ihn ersetzen, den Ball, nicht den Mann links.

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Koosh-Ball im Flug

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Zwei Bälle im Spiel

267-apprenti_blogManchmal wird auch der Fortgang des Spiels ernsthaft diskutiert

268-apprenti_blogWird jemand den Koosh-Ball fangen?

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Auch ein Mikrofon ist im Spiel und wird weitergegeben

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Die klassische Augen-Koosh-Mikrofon-links-rechts-Kombination. Das löst Stress aus und das Hirn an.

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Meistens wird das Geschoss gefangen.       (Die Bilder dieser Serie wurden von Helge Sauber fotografiert)

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Bei manchen Übungen werden die Wurfgeschosse aber auch als Stellvertreter eingesetzt…

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Manchmal verlieben sich Teilnehmer in Koosh-Bälle und man muss auf sie aufpassen. :-)

Schöne große Kooshbälle bestellen Sie dann übrigens einfach hier:

bei Pappnase oder bei Villa Bossanova

Ich bin aber immer wieder auf der Suche nach ungewöhnlichen Wurfgeschossen: Welche nutzen Sie und woher beziehen Sie diese?
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie das in die Kommentare posten. Dankeschön! :-)

Wiederholungsübung STER – „Domino” ein Klassiker

Montag, April 18th, 2011

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Meine „Saison” hat begonnen: Prüfungsvorbereitung!
Das bedeutet auch: viel Routine. Dabei soll es weder mir noch den Teilnehmern langweilig werden. Mittlerweile nach 13 Jahren – für dieses Thema gefühlte 25 Jahre (!!!) – habe ich eine ganze Menge an Methoden zusammengetragen, die uns genau das bringen sollen, was wir alle in dieser Sache brauchen: Erkenntnisse, Abwechslung und Spaß!

Ein Klassiker den ich seit Jahren einsetze ist “Domino” – nicht so lustig, aber immer noch abwechslungsreich im Rahmen der Prüfungsvorbereitung.

Wie funktioniert dieses „Domino”?
Es funktioniert genauso, wie Sie es vielleicht von früher kennen. Erinnern Sie sich noch? Es mussten immer die passenden Bilder, Formen, Augen angelegt werden.
Die Spielsteine wurden unter allen Mitspielern aufgeteilt. Ziel des Spiels war es, so schnell wie möglich die eigenen Spielsteine loszuwerden. Gewonnen hatte derjenige, der strategisch wertvoll alle seine Steine anlegen konnte.

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Für meine Teilnehmer habe ich es abgeändert:
Sie müssen keine Würfelaugen oder Bilder anlegen, sondern Stichworte und passende Definitionen zusammenfügen. Dabei sehe ich es auch immer als Teamaufgabe, das Domino zusammenzufügen, statt als Einzelkämpfer einfach nur alle Karten loszuwerden. Gewonnen hat das Team, das am schnellsten alles richtig angelegt hat.

Der Vorteil bei dieser Übung ist, dass möglichst viele Sinne beteiligt sind. Es wird gelesen, diskutiert und angelegt oder auch „begriffen”. Ich begreife das Thema z.B., in dem ich die richtige Karte an der richtigen Stelle anlege.

Am Anfang habe ich eher unverständliche etwas hölzerne Definitionen aus Lehrbüchern genutzt, die ich im Laufe der Jahre teilnehmerfreundlich erneuert habe. Ich habe daran herumgebastelt, etwas neu geschrieben oder hier und da die Worte optimiert, den Text vereinfacht. 
Als „Trägermaterial” habe ich das GRIPS-Lernspielmaterial im Einsatz. Es ist so schön bunt, glänzt schön und ist dabei sehr variabel. Klar kann man das auch anders machen. Eine saubere, glatte, bunte Lösung und sehr variabel, wenn ich schnell etwas ändern möchte. :-)

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Interessant, aber schwerer zum Schleppen ist natürlich eine solche Variante: hier. :-)

Welche Materialien nutzen Sie?
Welche Abwandlungen dieses Klassikers haben Sie zusammengestellt?

Was ist denn dieser #Trainertipp?

Dienstag, April 12th, 2011

Seit einigen Tagen tauchen bei Twitter wieder Nachrichten wie diese auf:

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Was sind denn das für Tipps?
Soll ich von meinem Schreibtisch aufstehen und das jetzt mitmachen? Und überhaupt: Was heißt denn TN?
Wenn Sie wollen, dann machen Sie‘s, stehen Sie auf, machen Sie mit und wenn Sie zufällig als Teilnehmer in einem furchtbar langweiligen Seminar sitzen, dann seien Sie doch einfach mal kühn und schlagen eine dieser Übungen vor… ;-)

Grundidee:
Diese #Trainertipps sind für die Trainer, Referenten, Dozenten und andere Lehrende unter den Twitterern gedacht, die sich für kurze aktivierende Methoden interessieren. Methoden, die man „mal so zwischendurch” anleiten kann, um die Teilnehmer mit wenig Aufwand kurz und schnell zu aktivieren. Zusätzlich gibt es immer noch Hinweise zu interessanten Seiten oder Ideen, denn als Trainer sind wir oft als Jäger und Sammler in Bildungsdingen unterwegs.

140 Zeichen sind verdammt kurz, so dass die Tipps & Methoden oft etwas hölzern und abgehackt klingen. Das hält uns nicht davon ab, unseren Followern diese Tipps trotzdem zur Verfügung zu stellen.
Auf diesem Wege bedanken wir uns auch für das positive Feedback und die Retweets.

Sie sind neugierig geworden und folgen uns noch nicht? Dann wird es Zeit:
www.twitter.com/trainertipp
P.S. TN ist übrigens die Abkürzung für Teilnehmer/-innen.

Lobkärtchen oder Menno, kann man das nicht auch mal wertschätzen?

Dienstag, Februar 1st, 2011

Neulich habe ich auf einem Shopping-Streifzug diese herrlichen Lobkärtchen gefunden und gekauft. Kann man ja immer gebrauchen. Schöne Idee! Aber ist das wirklich so einfach?

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Ich hatte schon von einer Kollegin gehört, dass Sie beim Coaching auf der Fläche im Einzelhandelsbetrieb gerne etwas Ähnliches verteilt, wenn Sie während der Coaching-Phase eine tolle Leistung entdeckt. Sie hat sich ganz individuelle Kärtchen zusammengestellt. Ein tolle Idee, sofern sie dann ein Lob ausspricht, unterstützt sie dies mit einer kleinen Karte.
Von meiner Oma habe ich mal etwas über Fleißkärtchen gehört. Es soll Lehrer geben, die diese nette Tradition wieder aufgreifen.
Der Schriftsteller Michel Birbaek berichtete während einer Lesung, dass sein Vater auch gerne kleine Zettel mit Lob oder einfach nur einem “Dankeschön!” verteilt hat, wenn er Servicemitarbeitern eine Freude machen wollte. Die wären dann auch immer ganz aus dem Häuschen gewesen. Ein süße Idee!
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Beispiele fallen mir ein.

Begeistert von dieser energievollen Idee beschriftete ich meine Lobkärtchen mit meinem Namen + apprenti-Stempel und steckte mir einen kleinen Stapel davon ins Portemonnaie. Ein Lob ist herrlich! Ich weiß ja was passiert, wenn jemand mich lobt oder mir ein Kompliment macht: Ich falle vor Begeisterung fast in Ohnmacht und möchte auf der Stelle hopsen. Nein, das mache ich natürlich nicht. Meistens bekomme ich hektische rote Flecken und heiße Ohren vor Freude. Sieht immer komisch aus. Vielleicht sollte ich mir doch angewöhnen zu hopsen. :-)

Jetzt habe ich also diese Karten im Portemonnaie und einen großen Stapel noch zu Hause. Aber es fällt mir total schwer, diese Karten einfach auszugeben. Oft denke ich: “Wow, ich bin überrascht! Superlieb! Ja, das war schon sehr nett. Aber wäre das nicht schleimig, jetzt zu loben? Von der Karte mal ganz zu schweigen.” – Dann bedanke ich mich nett und verlasse den Laden oder das Restaurant. In diesem Augenblick habe ich die Leistung dann auch schon wieder vergessen. Puh, was für ein Geständnis! Als Trainerin! ;-)

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein Muffelkunde! Ich bin nur zu feige, oder vergesse einfach ungewöhnliche Leistungen von Dienstleistern auch mal besonders zu wertschätzen. Ist es nicht schade, dass einem solche Gedanken durch den Kopf laufen? Komische Welt…

Gestern aber gab es gar keine andere Lösung. Ich musste einfach diese Karte verteilen. Ich war mit meiner Mutter einkaufen und in einem SB-Dekoladen wurden wir derart zuvorkommend und charmant bedient, dass ich einfach sagte: “Jetzt wird es Zeit für ein Lobkärtchen!”
Irritiert schaute meine Mutter mich an: “Eine was?” – Statt einer Antwort wandte ich mich bereits mit einer “Sehr gut”-Karte winkend an den Kassierer. He, der war sofort aus dem Häuschen und freute sich total über diese kleine Karte und das Lob. Versprach sie gar auf die Kasse zu kleben. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Das Beste daran: Er fühlte sich gut, ich fühlte mich auch gut. Also mal ehrlich, das kann ich jetzt wirklich öfter machen. :-)

Wie ist es bei Euch, liebe Leser? Geht Euch ein spontanes Lob – mündlich oder schriftlich – so ganz einfach über die Lippen?
Freue mich, Eure Erfahrungen hier zu lesen.

Bilden Sie jetzt bitte Dreiergruppen!

Mittwoch, Oktober 27th, 2010

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Schon vor einer Ewigkeit habe ich entdeckt, dass man mit einem Memory-Spiel ganz prima Zweier-Murmelgruppen für die Partnerarbeit zusammenstellen kann. Das liegt schon auf der Hand, noch bevor man als Trainer beginnt.

Damit‘s ein bisschen lustig ist, habe ich das allseits bekannte Spiel „Gemischtes Doppel” angeschafft. Außerdem das Spiel „Und und Und“.

Was aber, wenn die Teilnehmerzahl nicht glatt aufgeht?
Oder wir und die Teilnehmer keine Lust mehr haben, auf Partnerarbeit?


Da gibt es jetzt Abhilfe:
Aller guten Dinge sind Drei” das weltweite erste Triple-Memo-Spiel. Das Beste daran:
man kann es mit „Und und Und” mischen. Dann passt es garantiert mit Zweier- und Dreiergrüppchen.
Ja, ich weiß, wenn es nur zwei sind, dann heißt es „Dyade”. Hier sprechen wir aber eine klare Sprache und deshalb schreib‘ ich „Zweiergruppe”. ;-)

Zur Abend- oder Pausenunterhaltung kann man aus beiden Spielen ein großes Memo-Spiel machen. Schwerer geht‘s nicht.
Viel Spaß beim Ausprobieren! :-)

Trainingszeit ist wertvoll oder Gruppenarbeiten sind Zeitverschwendung

Montag, April 26th, 2010

Was bedeutet das konkret?

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Nicht die Aufgabe oder das Arbeiten an sich ist hier gemeint, sondern einfach, die Zeit, die ‘zwischen den Gruppen’ verloren geht.
Die Gruppen arbeiten konzentriert an der Aufgabe. Vorausgesetzt, die Gruppe hat das Gefühl, es handelt sich um eine ‘sinnvolle’ Aufgabe. In diese Kategorie fallen Aufgaben, zu denen die Teilnehmer wirklich etwas erarbeiten und nicht etwa vorgekaute Texte aus Skripten nur noch mal an den richtigen Stellen zusammenfassen und bunt gestalten, weil dem Dozenten oder Trainer nichts Besseres einfällt. Das gibt es ja leider auch viel zu oft.

Setzen wir nun voraus, dass es sich um eine sinnvolle Gruppenaufgabe handelt. Aus Ihrer Erfahrung wissen Sie, dass die Gruppen unterschiedlich schnell mit der Aufgabe fertig sind. Das ist völlig normal. Was macht man mit dieser Zeit? Hier mal 5 Minuten, da mal 3 Minuten und bei dieser Aufgabe noch mal 5 Minuten. Da kommt im Laufe einer Seminarwoche ganz schön was zusammen. Schade um die Zeit. Die Teilnehmer finden es oft gar nicht schlimm, ein bisschen mehr Zeit zum Quatschen zu haben. Manchmal wird auch der Trainer ausgefragt. Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal in der Situation gesteckt und sich über diese kleine Plauderei gefreut? ;-)

Aber: Trainingszeit ist kostbar! Für diese Fälle setze ich seit neuestem bewusst auf die so genannten “Lernquickies”. Das ist nicht neu und ich möchte damit das Rad auch nicht neu erfinden, dennoch achte ich jetzt einfach bewusst darauf, dass ich für die Schnellen der Gruppe etwas vorbereitet habe. Ich habe das in der Vergangenheit immer schon mal ausprobiert und eingesetzt, aber nie bewusst geplant und aufgeschrieben. So hat es eben mal besser, mal schlechter funktioniert.

Was genau sind denn diese Lernquickies?
Lernquickies sind kurze themenbezogene Aktivitäten für Teilnehmer, um Leerlaufzeiten im Seminar, z.B. durch Gruppenarbeiten, aktiv zum Lernen zu nutzen. Das gilt auch für die Zeit vor Beginn des Seminars und für die Zeit nach den Pausen, wenn noch nicht alle Teilnehmer wieder im Raum sind. Auch kurze Pausen könnten je nach Aktivität genutzt werden.

Der Lernquickie

  • verbindet alle Teilnehmer, sowohl diejenigen, die schon früher anwesend sind, mit denen, die später ankommen.
  • leitet die Gedanken zum Thema, von dem Moment an, in dem der Teilnehmer den Raum betritt.
  • ermöglicht es, die gesamte Lernzeit themenbezogen zu nutzen.
  • ermöglicht es dem Teilnehmer, eine Inventur durchzuführen: Was weiß ich schon zum Thema? oder Was habe ich heute zum Thema gelernt?
  • ermöglicht einen anderen Blick auf das Lernmaterial

Ein paar Tipps für “schnelle Teilnehmer”:

Lernquickie 1: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann diskutieren Sie in Ihrer Kleingruppe, was Sie in dieser Aufgabe gelernt haben und was Sie mit dem Gelernten anfangen werden.”

Lernquickie 2: “Wenn Sie fertig sind, dann schreiben Sie drei (fünf, sieben) wichtige Dinge auf ein FlipChart, die Sie mit dieser Aufgabe gelernt haben.”

Lernquickie 3: “Sind Sie schon fertig? Dann schauen Sie noch mal an, was Sie aufgeschrieben haben und machen sie eine Liste der besten Ideen, die Sie gelesen haben.”

Lernquickie 4: “Wenn Sie fertig sind, dann schauen Sie doch einfach mal ganz still bei den anderen Gruppen zu, die noch arbeiten. Bitte fragen Sie die Gruppen vorher, ob das für sie o.k. ist.”

Lernquickie 5: Schreiben Sie ein FlipChart mit einer Liste unterschiedlicher Aktivitäten für schnelle Teilnehmer. Hängen Sie sie im Seminarraum auf. “Wenn Sie früher mit der Aufgabe fertig sind, dann wählen Sie bitte eine Aktivität von diesem FlipChart.” –> Oh, da können Sie auch ein tolles FlipChart (oder mehrere?) vorbereiten, das Sie mehrfach verwenden können. Welche Ideen haben Sie dazu? :-)

Lernquickie 6: “Früher fertig mit der Aufgabe? Finden Sie ein oder zwei andere Teilnehmer, die auch schon mit der Aufgabe fertig sind und sammeln Sie, wie Sie das Gelernte in der Praxis umsetzen können. Halten Sie Ihre Ideen auf einem FlipChart fest.”

Lernquickie 7: “Wenn Sie bereits fertig sind, dann gestalten Sie eine Metapher/ eine Geschichte für das bereits Gelernte.”

Lernquickie 8: “Wenn Sie eher fertig sind, dann überlegen Sie, was Sie heute gelernt haben und machen Sie eine Namensliste der Kollegen, mit denen Sie dieses Wissen teilen wollen.”

Lernquickie 9: Schreiben Sie auf ein FlipChart (oder eine Folie) drei Fragen, die sich auf die Hauptaufgabe beziehen, diese z.B. ergänzen: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann schreiben Sie Ihre Antworten zu diesen drei Fragen auf Moderationskarten und besprechen Sie sie mit anderen Teilnehmern, die bereits mit der Aufgabe fertig sind.”

Lernquickie 10: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann schreiben Sie eine Frage auf eine Seite einer Moderationskarte, die Antwort auf die andere Seite. Stellen Sie sich gegenseitig die Fragen und versuchen Sie sie korrekt zu beantworten.” –> Sie können die Karten mit den Fragen auch einsammeln und ggf. später im Seminar einsetzen.

Diese Aufgaben sollen nur sehr kurz sein und nur kurz oder gar nicht ausgewertet werden. Wichtig ist, dass sie die FlipCharts mit den Informationen, die Sie nicht direkt auswerten, während der gesamten Zeit im Seminarraum hängen lassen. Sicher können die Charts im Laufe des Seminars immer noch ergänzt werden. Oder die Antworten können im informellen Teil noch weiter diskutiert und besprochen werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Welche Ideen haben Sie zur Ergänzung?

Nachtrag: XING-Community Wolfenbüttel: Moderation Kick-off 22.01.2010

Sonntag, März 28th, 2010

Networking live, die Community Wolfenbüttel trifft sich zur Planung des Jahresprogramms 2010 im Hotel Tulip Inn Wolfenbüttel.

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Mit einem kreativen Rahmenprogramm unterstütze ich die beiden Moderatoren der Gruppe: Lothar Bieder & Axel Reinecke.

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Ziele der Veranstaltung sind:

  • Themenpräferenzen sichten und mit den anwesenden Teilnehmern abgleichen.
  • Die Jahresthemen für die Community Wolfenbüttel ermitteln.
  • Das Jahresprogramm für die Community Wolfenbüttel mitgestalten.
  • Networking in „Real-Live“ erleben.
  • Aktivierende Methoden erleben.

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Im Folgenden ein kleiner Methodenüberblick mit Stimmungsbildern.

Übung „Speed-Dating“
Die Methode „Speed-Dating“ ermöglicht auch den schüchternen und zurückhaltenden Teilnehmern den Einstieg und die Kontaktaufnahme. Die Methode eignet sich besonders gut für große Gruppen.

Die Teilnehmer sitzen sich in der langen Stuhlreihe jeweils paarweise gegenüber. Nach dem Startkommando haben sie zwei Minuten Zeit, sich mit ihrem Gegenüber auszutauschen, erste Kontakte zu knüpfen etc., dann Wechsel. Empfehlung: max. 7-8 Wechsel (max. 20’)

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Schnell steigt der Lärmpegel im Seminarraum an. Jedes Mal, wenn ich nach zwei Minuten die Teilnehmer auffordere, den Gesprächspartner zu wechseln gibt es Protest mit Augenzwinkern: „Och nö, wir waren doch noch gar nicht fertig! Ich will aber noch mehr wissen!“

Ich setze diese Übung sehr gerne ein, sie schafft schnell Kontakt, ist wunderbar laut und schafft eine Stimmung voller Tatendrang.

In dieser aktiven Stimmung folgt gleich die zweite Übung, die die kreative und ausgelassene Stimmung noch weiter auf Touren bringt:

Übung „Das ABC des Networkings“

Die Teilnehmer werden in zwei Teams eingeteilt. Die Teams haben insgesamt drei Minuten Zeit, ein ABC zum Thema „Community Wolfenbüttel“ zu erstellen. Im Anschluss daran stellen die Teilnehmer ihre Ergebnisse vor. Das Team mit den meisten Begriffen gewinnt. (10’)

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Ein besonders lustiges Highlight des Abends stellt die folgende Übung dar:

Übung: „Diashow oder Was waren meine Highlights 2009?“ → Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt und sollen jeweils drei Dias zur Gesamtshow beitragen.

Die Übung stammt ursprünglich aus dem Impro-Theater. Im Improtheater werden die Bilder spontan dargestellt, der Moderator muss jeweils improvisieren, was auf dem Foto zu sehen ist. In dieser Veranstaltung haben wir die Teilnehmer gebeten, sich in zwei Kleingruppen je drei Bilder zu überlegen, die ein im Jahr 2009 besuchtes Event der Community darstellen. Ein Moderator berichtet kurz über dieses Event, nachdem die Zuschauer das dargestellte Event erraten haben.

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Die Gruppe bei der Besichtigung einer Maschinenfabrik

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Man erzählt mir, dass Lothar beim Bowling die Kugel fast abbekommen hätte…

Der für die Planung 2010 wichtigste Teil ist die Durchführung eines gekürzten „World Cafés“.

Das World-Café – entwickelt von den US-amerikanischen Unternehmensberatern Juanita Brown und David Isaacs – ist eine weltweit eingesetzte Dialog- und Workshop-Methode. Sie ist geeignet für Gruppengrößen von 12 bis zu 2.000 Teilnehmenden.

Basierend auf der Annahme, dass es kollektives Wissen gibt, sollen Menschen miteinander in ein konstruktives Gespräch gebracht werden zu Themen, die für die Teilnehmenden relevant sind. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/World-Café )

Eine sehr gute und sehr umfassende Info zur Methode finden Sie hier: http://www.theworldcafe.com/translations/Germancafetogo.pdf

Unsere Vorgehensweise an diesem Abend:

Die Teilnehmer treffen sich an den vorbereiteten Tischen – Wechselrichtung bunt gemischt.

  • 1. Tisch: „Was interessiert mich?”
  • 2. Tisch: „Was erwarte ich von der Community Wolfenbüttel?”
  • 3. Tisch: „Mit diesen Themen kann ich mich aktiv einbringen.“
  • Punktabfrage: „Wie oft sollen die Treffen stattfinden: 1x p. Monat, 1x p. Quartal, nur Events?“

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Wechsel im drei Minuten-Rhythmus.

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Die Teilnehmer finden sich an den ursprünglichen Tischen zusammen und werten in der Gruppe die Ergebnisse aus. Offene Fragen und Verständnisfragen werden besprochen. Auswertung und Abstimmung über die weitere Vorgehensweise.

Zum Finale des Abends folgt die Networking-Karaoke.

Übung: „Community-Song“

Die TN finden sich in zwei Gruppen zusammen. Aus den „ABC-FlipCharts“ sollen mindestens sieben Begriffe ausgewählt werden, die in einem Lied verarbeitet werden. Jede Gruppe erhält eine CD mit einem Musiktitel (Original + Karaoke).

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Ich bin begeistert, nach anfänglichem Zögern steigen die Teilnehmer voll ein. Wir erleben super Songs und jeweils eine Super „Performance“.

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Am Schluss bleibt mir nur zu sagen: Ihr seid eine tolle und sehr lustige Truppe. Macht weiter so, hat Spaß gemacht mit Euch!   :-)

Ich kann aber gar nicht zeichnen und außerdem ist das Kinderkram!

Mittwoch, März 3rd, 2010

Haben Sie diesen Satz schon mal von Teilnehmern gehört?
Also, nachdem SIE sie darum gebeten haben, doch einfach mal zu zeichnen. Es gibt viele Gründe, die Teilnehmer im Seminar zeichnen zu lassen, z.B. um die FlipCharts zur Präsentation von Arbeitsergebnissen eingängiger zu gestalten oder die Teilnehmer einfach während eines Vortrags scribblen lassen, um die wichtigsten Punkte zu erfassen.

Warum ist es gut, dass Teilnehmer im Seminar zeichnen?

Mit einer kleinen Zeichnung ermöglichen Sie dem Teilnehmer:

  • Beide Hirn-Hemispheren zu nutzen.
  • Informationen bleiben gezeichnet länger zu erhalten, als einfach nur im die Vortrag gehörten oder mitgeschriebenen.
  • Lerninhalte ins Langzeitgedächtnis zu bringen.
  • Eine rechtshirnige Pause (Bildmaterial) vom linkshirnigen Lernstoff (wortlastige Lerninhalte) zu nehmen.
  • Fakten interessanter und kreativer zu präsentieren.
  • Spaß haben beim Lernen, dabei lernt das Gehirn einfach besser, wenn wir Spaß haben.
  • Vertiefen des Verständnisses für das Material, weil es auf eine andere Weise dargestellt wird.
  • Die Kraft der Visualisierung nutzen.

Welche Alternativen gibt es zum Wort zeichnen?

Manchmal weigern sich Teilnehmer kleine ‘Zeichnungen’ anzufertigen, weil sie nie gelernt haben, dass grundsätzlich jeder zeichnen kann. Eben jeder auf seine Art. Leider ist dieses Wissen und die Motivation zu zeichnen abhanden gekommen, weil wir immer alles perfekt machen müssen. In der Grundschule wird uns schon früh klargemacht, dass wir gar nicht zeichnen können. Gute Voraussetzung für ein kreatives Leben! Hat man dann das Grundschultrauma endlich überwunden, kommt 20 Jahre danach wieder so eine Trainerin daher, verlangt, dass wir zeichnen, nur um es dann hinterher wieder zu kritisieren? Nein, dann doch lieber nicht zeichnen. Nie wieder. Schade, leider ist vielen Teilnehmern nicht klar, welche Chancen sie dabei verpassen.
Ermutigen Sie die Teilnehmer, es doch mal zu Beginn – statt einer Zeichnung –  mit einfachen Zeichen oder geometrischen Figuren zu versuchen. Eine Skizze oder ein Bild anzufertigen. Auch das sind Alternativen.
Dann haben Sie immer noch die ‘Ich-will-nicht-zeichen-das-ist-Kinderkram-Teilnehmer’, die Sie überzeugen müssen. Vielleicht versuchen Sie es hier mit den Begriffen ‘Visualisierung’ oder mit ‘visuellen Analogien’ oder ‘Scribbles’ für die Freunde der Anglizismen. :-) Ganz lustig sind auch Doodles, bei denen meist etwas abstrakt, aber sehr einfach gezeichnet wird und dies dann vom Künstler benannt wird. Als Beispiel: Ein Kreis mit einem kleinen Kreis darin –> ein Mexikaner mit mit einem Sombrero auf dem Kopf von oben.
Welche Ideen haben Sie dazu?

Damit Sie ein paar Ideen zur Anleitung erhalten, haben wir diese Woche zur ‘Woche des Zeichnen’ ausgerufen und zwitschern Ihnen jetzt jeden Tag den #Trainertipp zu diesem Thema. Schauen Sie doch mal vorbei und folgen Sie uns auch auf Twitter: http://twitter.com/apprenti_de

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