Posts Tagged ‘Kleingruppen’

Wer ramt des Zeig zam? – Vier Seiten einer Nachricht mal authentisch

Donnerstag, August 11th, 2011

Neue Saison nenne ich den Start nach der Sommerpause, weil es der Neustart nach etwa zwei Monaten wirklicher Pause ist. Urlaubszeit für Inhouse-Themen, ist ja niemand da, wer soll also noch ins Seminar kommen? Zeit, etwas Neues auszuhecken.
Aber themenbezogen ist gar nicht neu, was dann immer wieder passiert: Bei mir startet die neue Saison mit neuen Auszubildenden, neuen Nachwuchskräften und dazu mit den beliebten Grundlagen der Kommunikation von Sender-Empfänger, über den Eisberg, bis hin zu den Vier-Seiten-einer-Nachricht. Es sind Basics und sie sind prüfungsrelevant und jahrelang probiere ich immer wieder ganz unterschiedliche Dinge in Bezug auf das Thema aus. So auch in diesem Jahr. Mittlerweile ist die Erklärung des Modells eine astreine Stand-up-Nummer. Die gut ankommt. Mir ist ja wichtig, dass die Teilnehmer lachen.
Doch in diesem Jahr hat eine Gruppe bei der einfachen prüfungsbezogenen Aufgabe im Anschluss alle Lachrekorde getoppt.

Die Übung finde ich totlangweilig, aber wirksam:

Wählen Sie in der Kleingruppe einen typischen Satz aus Ihrem Arbeitsbereich aus und erläutern Sie ihn vor dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun.

Schallendes Gelächter begleitete die Präsentation einer Kleingruppe. Sie hatten die Aufgabe ganz mundartlich, nämlich bayrisch gelöst.

Herrlich, meistens sind es die alltäglichen Dinge, die uns das Leben so lustig machen:

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Also, ich bin gespannt, zwischendurch auch noch mal andere mundartliche Varianten zu finden.
Sprache ist ja eine tolle Sache. :-)

Haben Sie auch mundartliche Erfahrungen zum Thema?

Trainingszeit ist wertvoll oder Gruppenarbeiten sind Zeitverschwendung

Montag, April 26th, 2010

Was bedeutet das konkret?

Lernquickies_Teilnehmer_miteinander_verbinden

Nicht die Aufgabe oder das Arbeiten an sich ist hier gemeint, sondern einfach, die Zeit, die ‘zwischen den Gruppen’ verloren geht.
Die Gruppen arbeiten konzentriert an der Aufgabe. Vorausgesetzt, die Gruppe hat das Gefühl, es handelt sich um eine ‘sinnvolle’ Aufgabe. In diese Kategorie fallen Aufgaben, zu denen die Teilnehmer wirklich etwas erarbeiten und nicht etwa vorgekaute Texte aus Skripten nur noch mal an den richtigen Stellen zusammenfassen und bunt gestalten, weil dem Dozenten oder Trainer nichts Besseres einfällt. Das gibt es ja leider auch viel zu oft.

Setzen wir nun voraus, dass es sich um eine sinnvolle Gruppenaufgabe handelt. Aus Ihrer Erfahrung wissen Sie, dass die Gruppen unterschiedlich schnell mit der Aufgabe fertig sind. Das ist völlig normal. Was macht man mit dieser Zeit? Hier mal 5 Minuten, da mal 3 Minuten und bei dieser Aufgabe noch mal 5 Minuten. Da kommt im Laufe einer Seminarwoche ganz schön was zusammen. Schade um die Zeit. Die Teilnehmer finden es oft gar nicht schlimm, ein bisschen mehr Zeit zum Quatschen zu haben. Manchmal wird auch der Trainer ausgefragt. Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal in der Situation gesteckt und sich über diese kleine Plauderei gefreut? ;-)

Aber: Trainingszeit ist kostbar! Für diese Fälle setze ich seit neuestem bewusst auf die so genannten “Lernquickies”. Das ist nicht neu und ich möchte damit das Rad auch nicht neu erfinden, dennoch achte ich jetzt einfach bewusst darauf, dass ich für die Schnellen der Gruppe etwas vorbereitet habe. Ich habe das in der Vergangenheit immer schon mal ausprobiert und eingesetzt, aber nie bewusst geplant und aufgeschrieben. So hat es eben mal besser, mal schlechter funktioniert.

Was genau sind denn diese Lernquickies?
Lernquickies sind kurze themenbezogene Aktivitäten für Teilnehmer, um Leerlaufzeiten im Seminar, z.B. durch Gruppenarbeiten, aktiv zum Lernen zu nutzen. Das gilt auch für die Zeit vor Beginn des Seminars und für die Zeit nach den Pausen, wenn noch nicht alle Teilnehmer wieder im Raum sind. Auch kurze Pausen könnten je nach Aktivität genutzt werden.

Der Lernquickie

  • verbindet alle Teilnehmer, sowohl diejenigen, die schon früher anwesend sind, mit denen, die später ankommen.
  • leitet die Gedanken zum Thema, von dem Moment an, in dem der Teilnehmer den Raum betritt.
  • ermöglicht es, die gesamte Lernzeit themenbezogen zu nutzen.
  • ermöglicht es dem Teilnehmer, eine Inventur durchzuführen: Was weiß ich schon zum Thema? oder Was habe ich heute zum Thema gelernt?
  • ermöglicht einen anderen Blick auf das Lernmaterial

Ein paar Tipps für “schnelle Teilnehmer”:

Lernquickie 1: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann diskutieren Sie in Ihrer Kleingruppe, was Sie in dieser Aufgabe gelernt haben und was Sie mit dem Gelernten anfangen werden.”

Lernquickie 2: “Wenn Sie fertig sind, dann schreiben Sie drei (fünf, sieben) wichtige Dinge auf ein FlipChart, die Sie mit dieser Aufgabe gelernt haben.”

Lernquickie 3: “Sind Sie schon fertig? Dann schauen Sie noch mal an, was Sie aufgeschrieben haben und machen sie eine Liste der besten Ideen, die Sie gelesen haben.”

Lernquickie 4: “Wenn Sie fertig sind, dann schauen Sie doch einfach mal ganz still bei den anderen Gruppen zu, die noch arbeiten. Bitte fragen Sie die Gruppen vorher, ob das für sie o.k. ist.”

Lernquickie 5: Schreiben Sie ein FlipChart mit einer Liste unterschiedlicher Aktivitäten für schnelle Teilnehmer. Hängen Sie sie im Seminarraum auf. “Wenn Sie früher mit der Aufgabe fertig sind, dann wählen Sie bitte eine Aktivität von diesem FlipChart.” –> Oh, da können Sie auch ein tolles FlipChart (oder mehrere?) vorbereiten, das Sie mehrfach verwenden können. Welche Ideen haben Sie dazu? :-)

Lernquickie 6: “Früher fertig mit der Aufgabe? Finden Sie ein oder zwei andere Teilnehmer, die auch schon mit der Aufgabe fertig sind und sammeln Sie, wie Sie das Gelernte in der Praxis umsetzen können. Halten Sie Ihre Ideen auf einem FlipChart fest.”

Lernquickie 7: “Wenn Sie bereits fertig sind, dann gestalten Sie eine Metapher/ eine Geschichte für das bereits Gelernte.”

Lernquickie 8: “Wenn Sie eher fertig sind, dann überlegen Sie, was Sie heute gelernt haben und machen Sie eine Namensliste der Kollegen, mit denen Sie dieses Wissen teilen wollen.”

Lernquickie 9: Schreiben Sie auf ein FlipChart (oder eine Folie) drei Fragen, die sich auf die Hauptaufgabe beziehen, diese z.B. ergänzen: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann schreiben Sie Ihre Antworten zu diesen drei Fragen auf Moderationskarten und besprechen Sie sie mit anderen Teilnehmern, die bereits mit der Aufgabe fertig sind.”

Lernquickie 10: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann schreiben Sie eine Frage auf eine Seite einer Moderationskarte, die Antwort auf die andere Seite. Stellen Sie sich gegenseitig die Fragen und versuchen Sie sie korrekt zu beantworten.” –> Sie können die Karten mit den Fragen auch einsammeln und ggf. später im Seminar einsetzen.

Diese Aufgaben sollen nur sehr kurz sein und nur kurz oder gar nicht ausgewertet werden. Wichtig ist, dass sie die FlipCharts mit den Informationen, die Sie nicht direkt auswerten, während der gesamten Zeit im Seminarraum hängen lassen. Sicher können die Charts im Laufe des Seminars immer noch ergänzt werden. Oder die Antworten können im informellen Teil noch weiter diskutiert und besprochen werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Welche Ideen haben Sie zur Ergänzung?

#TrainerQuickie-Einstieg Nr.8 oder Wiederholung Nr.8: Postkarten-Partnersuche

Sonntag, März 21st, 2010

Wieder so eine Übung, die man vielseitig einsetzen kann. Fein!

Diese Übung eignet sich für den Einstieg ins Seminar. Besonders dann, wenn die Teilnehmer schnell miteinander ins Gespräch kommen sollen.
Die Übung verbindet  Teilnehmer und Thema auf unterhaltsame Weise. Jeder bekommt mindestens ein Puzzleteil einer Postkarte, dann gilt es den oder die Partner zu finden, die die Karte komplett machen. Wenn die Partner sich gefunden haben, dann drehen sie die Karte um und beantworten die Frage auf der Rückseite oder diskutieren die Aussage, die sie zum Thema dort finden.

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Was bringt die Übung noch?

  • Sie bringt die Teilnehmer miteinander in Kontakt.
  • Sie ermöglicht die Bildung von Lernpartnerschaften für die Zeit des Trainings/ Seminars.
  • Es fokussiert die Teilnehmer auf das, was sie bereits zum Thema wissen oder was sie zum Thema diskutieren könnten.
  • Die Bewegung durch den Raum erhöht das Energielevel der Gruppe, das wiederum fördert das Lernen.

Material?

Suchen/ kaufen Sie vor dem Training verschiedene Postkarten. Je nach Thema können Sie überlegen, ob die Postkarten zum Thema passen sollten, oder nicht. Mir ist wichtig, dass die Postkarten einfach bunt und nicht so extrem unterschiedlich sind, damit man einfach auch noch mal genauer hinschauen muss. Außerdem auch mit viel mehr Teilnehmern ins Gespräch kommt. Drucken oder schreiben Sie eine Frage oder einen Satz auf die Rückseite der Karte. Der Satz oder die Frage auf der Karte kann bei jeder Karte gleich sein. Zerschneiden Sie die Karten, damit jeder Teilnehmer ein Teil davon erhält. Seien Sie beim Schneiden möglichst kreativ: schief, rund, zickzack, ritschratsch usw.

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Was schreib’ ich bloß drauf?

Beispiele für Fragen oder Diskussionsthemen:

  • Welche drei Fakten wissen Sie schon zum Seminarthema?
  • Welche Frage möchten Sie auf jeden Fall zu diesem Thema beantwortet haben?
  • Welche zwei Dinge wollen Sie nach Ende des Trainings können?
  • Hier ist ein Statement zum Thema (Ihr Thema hier eintragen). Wie ist Ihre Meinung darüber?
  • Diskutieren Sie das folgende Statement: (Ihr Thema hier eintragen).
  • Welchen Themen stehen Sie kritisch gegenüber?

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Vorbereitung:

Natürlich sollten die Teilnehmer genug Platz haben, um sich im Raum zu bewegen. Allerdings ist das bei meinen Seminaren immer möglich. Wenn man mir einen Raum zuweist, der zu klein ist, dann kann ich sehr eklig werden. ;-) Das wissen schon alle, die mich buchen.

Die Gruppengröße sollte mindestens 6 betragen kann auch in Großgruppen bis ca. um die 30 Personen durchgeführt werden. Dann muss man allerdings bedenken, dass es länger dauert, bis sich die Partner gefunden haben. Außerdem sollten Sie dann wirklich über möglichst unterschiedliche Postkarten nachdenken, damit sich bei der Fülle der Personen die einzelnen Partner auch schneller finden.

Je nach Größe kann die Übung zwischen 5 und 10 Minuten dauern. Machen Sie das von der Gruppengröße abhängig.

Variationen:

Einsatz als Wiederholung: Ich stelle Fragen zum behandelten Thema, außerdem lasse ich dann die Teilnehmer die Puzzleteile noch mal untereinander tauschen, oder gebe mehr Puzzleteile aus, als Teilnehmer vorhanden sind. So muss man in mehreren Zusammensetzungen Fragen zum Thema beantworten. Man kann auch alle Postkarten-Puzzles zunächst komplett legen lassen und dann die Kleingruppen die unterschiedlichsten Fragen beantworten lassen. Dann wird die Übung zum “Postkarten-Wandern”.

Halten Sie am Eingang des Seminarraums einen Behälter mit den unterschiedlichen Puzzleteilen bereit und lassen Sie die Teilnehmer beim Betreten des Raumes ein Puzzleteil auswählen.

Wenn Sie an Tischen mit Kleingruppen arbeiten, dann verteilen Sie die Puzzleteile an den Tischen.

Bei Sprachtrainings oder interkulturellen Trainings kann man auch mal Postkarten mit Sehenswürdigkeiten unterschiedlicher Länder wählen und hinterher dazu ins Gespräch kommen.

Selbstverständlich eigenen sich auch regionale Postkarten, um den Teilnehmern zu zeigen, welche Sehenswürdigkeiten sie nicht sehen werden, weil sie von früh bis spät im Seminarraum sind. ;-)

Dann könnten auch die Teilnehmer die Postkarten selbst gestalten, eine Frage auf die Rückseite schreiben und die Karten zerschneiden.

Lassen Sie die Teilnehmer am Ende des Seminars noch mal mit den anfänglichen Postkarten-Partnern zusammenkommen und lassen Sie sie auswerten, welche neuen Erkenntnisse es gibt.

Apropos Postkarten, man muss die Karten nicht unbedingt zerschneiden: Die Psychonummer geht natürlich auch! Kenn Sie auch, oder? Tausende Trainer quälen ihre Teilnehmer täglich, sich doch eine Karte auszuwählen, die ihren Zustand beschreibt. Ja, auch ich habe diese Übung schon angeleitet, weil sie in den Unternehmenskontext passte, oder besser: sein musste. Gähn! Bereits nachdem der 3. Teilnehmer gesagt hat, warum er sich die schöne Landschaft mit dem lila Regenbogen gewählt hat, hatte ich bereits auf Stand-by gestellt.
Ja, auch ich habe diese Übung schon mitgemacht und immer irgendwas Belangloses geheuchelt, was sich ungefähr dem Niveau der Gruppe angepasst hat. Doof fand ich die Übung allemal. Verkünde also offiziell: diese Übung ist passé, wenn Sie uns buchen! :-)

Live aus dem Seminarhaus oder Wenn Seminarhäuser kein TV haben…

Dienstag, Januar 5th, 2010

Guten Abend, ich melde mich heute live aus dem Seminarhaus, das leider ohne TV, aber glücklicherweise mit Internet ausgestattet ist.

Die Teilnehmerinnen habe ich mit aktivierendem Lernen zur Strecke gebracht. Mit letzter Kraft haben sie noch die örtlichen Shoppingtempel erklommen, nur um dann festzustellen, dass diese bereits unverschämt früh (19:00 Uhr!) schließen. Bei einer Seminardauer bis 18:00 Uhr, gab es dort nicht mehr viel zu ergattern. Völlig entkräftet sind sie zurückgekehrt, um müde in ihre Bettchen zu fallen.
Genug Zeit, um noch mal im Traum die vorangegangenen Lerninhalte zu verarbeiten.
Warum schreibe ich das?
Ich möchte einfach mal meine ‘Bikablomäßig’ gestalteten FlipCharts präsentieren.
Quatsch! Mir fehlt einfach der Fernseher in meinem Zimmer.

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O.k., ich habe schon mal schönere Begrüßungs-Charts gemalt. Muss mich jetzt im neuen Jahr erstmal ‘einmalen’.

Wie wäre es damit?

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Eindeutig erkennbar ist hier (am Männchen mit dem Diamantenkoffer), welches geballte wertvolle Wissen in diesem Seminar wegzuschleppen ist.

Das nächste Chart ist ein MUSS für AL-Trainer, denn die Teilnehmer legen Regeln fest, die für das gemeinsame Lernen bindend sind. Da führt kein Weg dran vorbei.

Voilà!

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Jetzt können wir endlich am Thema ‘Team’ arbeiten. Nach zwölf Minuten ist es der Gruppe gelungen, drei Achtknoten in dieses Seil zu knoten. Zwölf Minuten, das hat bei mir bisher noch keine Gruppe geschafft. Demnächst mehr zu dieser Übung…
Hier noch mal das Beweisstück:

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Bevor es in die nächste Teamaufgabe geht, ist es noch wichtig, dass jedem Gruppenmitglied klar ist, was wichtig für die Zusammenarbeit im Team ist.

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Da alle wirklich alle Regeln beherzigt haben, war es möglich, diesen sensationellen Turm mit dem Metalog-Material ‘Magic Tower’ zu bauen.
Sensationell, oder?
Auch diese Aufgabe hat die Gruppe (3. Ausbildungsjahr, Kauffrau im Einzelhandel) unglaublich schnell gelöst! Ich bin begeistert, Mädels! Macht bloß weiter so!

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Fortsetzung folgt…

#TrainerQuickie Wiederholung Nr. 5: Auf und Ab

Mittwoch, August 5th, 2009

Wir kennen die positive Wirkung des Aufstehens, wenn wir in einem Meeting oder in einem Seminar sitzen. Einmal kurz aufstehen und wir sind wieder frisch, um Neues aufzunehmen. Ich behaupte, dass die Kirche sich dieses Prinzip immer schon zunutze gemacht hat. Mal zwischendurch die Sitzposition gewechselt und schwupps geht die göttliche Botschaft einfach besser durch. Eine gute Sache. Warum nutzen wir diese Tatsache nicht für das Lernen? Ich habe selbst schon in Seminaren gesessen, in denen es so langweilig war, dass ich aufgesprungen bin, um mir einen Kaffee zu holen. Aber nicht nur, um den Kaffee hinterher zu trinken, sondern nur um einmal aufzustehen und nicht einschlafen zu müssen, weil mich der Referent so furchtbar gelangweilt hat.
Damit Ihre Teilnehmer nicht in diese Verlegenheit kommen schlage ich Ihnen die folgenden Wiederholungs-Quickies vor. Besonders wichtig, wenn Sie keinen Kaffee im Raum haben, mit dem sich die Teilnehmer ablenken könnten.Variante 1: Teilen Sie die Teilnehmer in Kleingruppen ein. Am besten so, wie sie im Seminarraum sitzen. Vielleicht haben Sie auch schon Minigruppentische, na prima. Schreiben Sie verdeckte Fragen zum Thema auf ein FlipChart, oder notieren Sie sie auf Moderationskarten, die Sie später im Raum aushängen. Anweisung: „Wenn ich die Frage vorgelesen habe, dann stehen Sie bitte auf. Die Person, die in einer Gruppe als letzte aufsteht, muss die Frage beantworten. Die Kleingruppe sagt, ob die Frage richtig beantwortet wurde.” Oder „Die Person, die als erste in der Gruppe aufsteht, muss die Frage beantworten.”

Variante 2: Teilnehmer in Kleingruppen positionieren. Bitten Sie die Teilnehmer alle aufzustehen. Anweisung an die Teilnehmer: „Um Ihren Stuhl wieder zu bekommen, erzählen Sie Ihrer Kleingruppe, wie Sie planen, das Gelernte einzusetzen. Wenn Sie das gemacht haben, dann dürfen Sie sich wieder hinsetzen.”

Variante 3: Bestimmen Sie einen Zeitmanager und einen Auf-und-Ab-Zähler in der Gesamtgruppe. Anweisung: “Einen Auf-und-Ab-Punkt gibt es jetzt für jeden, der aufsteht und erzählt, was genau er mit dem Gelernten anfangen wird (bzw. umsetzen wird). Damit sie drei (oder fünf) extra Mittagspausen-Minuten bekommen, bitte ich Sie, innerhalb der nächsten 60 Sekunden 15 Auf-und-Ab-Punkte zu sammeln. Die Zeit läuft jetzt!” oder Derjenige, der ein Stichwort zum Thema erklären kann.

Variante 4: Schreiben Sie eine Liste mit themenbezogenen Begriffen auf ein FlipChart. Anweisung an die Teilnehmer: „Die ersten 6 Personen hier im Raum, die aufstehen und uns insgesamt 6 von diesen Begriffen definieren können, bekommen einen kleinen Preis geschenkt.