„Oh, wie schön, ein METALOG-Buch!“ denke ich, während ich nach dem Buch in der Buchhandlung greife. „Hypnosystemisches Arbeiten mit Interaktionsaufgaben? Heimatland!“ ich lasse das Buch sinken. Was ist denn das bitte für ein Untertitel? Ich erwartete ein Buch, das mir noch weiteren Aufschluss geben sollte, über die tollen Trainingstools, die ich schon seit Jahren einsetze. Zum Glück ist das Buch nicht eingeschweißt und ich beginne im Buch zu blättern. Ich lese ein bisschen quer und bin sofort versöhnt. Na, das ist ja noch mal gut gegangen, Herr Voss! Mir gefällt die lockere Erzählweise von Herrn Voss, den ich im Buch wiederfinde, obwohl ich ihn nur ein einziges Mal auf der Didacta vor ein paar Jahren erlebt habe. Das gefällt mir sehr gut und ich weiß, dass ich die METALOG-Tools bereits in diesem Sinne einsetze. Sehr positiv am Prolog ist, dass der Autor die einzelnen Fachbegriffe erklärt: Was ist überhaupt hypnosystemisch? Selbst der Name „Metalog“ wird erklärt und ich verstehe, was der Untertitel im Zusammenhang mit der Unternehmensidee bedeutet. Versöhnt, versöhnt!
Der Autor erläutert im 1. Kapitel die Interaktionsaufgaben als ganzheitliches Lernkonzept und ich finde meine Erfahrungen aus meiner erlebnispädagogischen Zusatzausbildung hier vertreten. Gut, dass ich noch mal wieder bewusster auf die Übungen schaue. Im Laufe der Zeit geht hier schon manchmal die Sorgfalt verloren und ich merke, dass ich die Übungen nach der Lektüre des Buches wieder bewusster einleite und auswerte, was für den Lernprozess sehr wertvoll ist. Sehr lebendig sind die Beispiele aus der Trainingspraxis, die der Autor anführt. Einige Situationen sind mir sehr bekannt. Sehr hilfreich finde ich die zusätzliche Nutzenargumentation für den Einsatz der Interaktionsaufgaben. Kennen wir nicht alle die Kritiker, die uns oft ungläubig anschauen im Seminar, wenn wir eine Interaktionsaufgabe anleiten?
Weiterhin sehr hilfreich in diesem Buch sind die Ausführungen zum „Timing der Auswertungsfragen“: Das Modell des 3-phasigen Übergangs. Ich habe das in der Auswertung bei meinem letzten Einsatz der METALOG-Tools in verschiedenen Gruppen gleich einmal ausprobiert und bin sehr erstaunt, wie viel mehr ich damit aus den Übungen „herausholen“ kann, bzw. die Teilnehmer für sich herausholen können.
Das 3. Kapitel ist komplett dem Thema “Teamentwicklung” gewidmet. Hier werden Leser fündig, die schwerpunktmäßig in diesem Bereich arbeiten. Das Kapitel ist auch wieder an einem konkreten Trainingsbeispiel ausgeführt.
In Kapitel 4 geht es um die Vorstellung und den konkreten Einsatz einzelner METALOG-Trainingstools: Systeaming, Teamquadrat, KultuRallye, Wortspiel, Heartselling und Tower of Power. Sehr gut gewählt ist hier die Darstellung der Tools in der Tabelle, die jeweils die Methode und die „echte“ Welt gegeneinander abgrenzt. Das hilft dem Trainer bei der Inszenierung der Aufgaben. Bei mir regt es die Phantasie zum Einsatz der Tools an. Das muss aber jeder Leser selbst ausprobieren.
Kapitel 5 hält ein paar Checklisten für Inszenierung und Praxistransfer bereit.
Ich finde, ein rundum gelungenes Buch für den noch zielgerichteteren Einsatz der METALOG-Trainingstools. Weiterhin beflügelt es meine Phantasie, als Trainerin, die Tools noch für zusätzliche Themen zu nutzen, z.B. für Fachthemen.
Ein Hinweis noch: Grundlage für das Buch ist nicht, dass man bereits die METALOG-Trainingstools einsetzt. Ganz im Gegenteil, das Buch verdeutlicht, welches Tool für die eigene Arbeit sinnvoll sein kann.
Fazit: Kaufen!
Die METALOG Methode: Hypnosystemisches Arbeiten mit Interaktionsaufgaben











































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