Posts Tagged ‘Problemlösungsaufgaben’

Blogserie: Sterne falten im Team Teil 5 – Ja, und dann?

Freitag, Dezember 9th, 2011

Schon wieder?
Keine Angst heute letzter Teil!

img_6365021

Angenommen, wir hätten das Thema komplett im Bereich Marketing angesiedelt, dann gäbe es zum guten Schluss noch diese Variante, die etwas mehr Vorbereitung von Ihrer Seite benötigt: Fallaufgabe “Sterne falten”.

Alle Firmen (Teams) produzieren zunächst ein am Markt erfolgreiches Produkt, den Fröbelstern. Das Problem: Es braucht nach langer Tradition einfach mal eine Neuerung.

Leitfragen dazu könnten z.B. sein:

  • Was könnten Sie tun, um das Produkt abzuändern?
  • Wie können Sie das realisieren?
  • Was ist das Besondere an Ihrem Produkt?
  • Wie können Sie die Produktion optimieren?
  • Welche Erfolgsfaktoren ziehen Sie aus dem erfolgreichen Traditionsprodukt?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Warum braucht Ihr Kunde das Produkt?
  • Bisher ist das Produkt sehr auf die Adventszeit festgelegt. Welche Variationen sind für den ganzjährigen Einsatz möglich?
  • Wie könnte ein Marketingstrategie aussehen?
  • Entwerfen Sie einen Claim, Spot, Plakat.
  • usw…

Ich habe bisher mit dieser Variante der Aufgabe sehr gute Ergebnisse und Verständnis für das Gesamtthema erzielt. Dabei habe ich keinen Stern als Produkt gewählt, sondern unterschiedlichste Varianten: Phantasieprodukte, Faltflugzeuge, Legobaukästen etc.

Dies nur als kleine Anregung. :-)

Viel Spaß und einen schönen 3. Advent wünsche ich! :-)

img_6367022Das ist jetzt keine große Veränderung, aber für mich, als “Überhaupt-nicht-bastel-falte-Freundin” war diese Variation schon der absolute Knüller. ;-)

Blogserie: Sterne falten im Team Teil 4 – Juchuhh, ein Fehler!

Donnerstag, Dezember 8th, 2011

Heute geht es um die Einstellung zu Fehlern. Damit ist es ja nicht so leicht. ;-)

Auf dem Weg zum perfekten Stern macht die Gruppe zwangsläufig Fehler. Diese Fehlversuche werden nicht einfach nur zusammengeknüllt und entsorgt. Die einzelnen Fehler werden von der Gruppe dokumentiert. Fotos erstellen, oder die Fehlversuche für eine spätere Präsentation sammeln.
Geben Sie der Gruppe das Material und eine Anleitung Ihrer Wahl. Zusätzlich bitten Sie die Teilnehmer, die Fehler zu dokumentieren, indem sie sie fotografieren. In der Auswertung der Übung legen Sie den Fokus genau darauf.

Je nach Zeit bitten Sie die Teilnehmer, die Fotos der Fehler zu einer Dokumentation zusammenzufügen. “Laden Sie die Fotos in eine Präsentation und erklären Sie uns, was Sie ganz konkret aus diesem Fehler gelernt haben.”

Meine Erfahrung ist, dass die Teilnehmer zum größten Teil technisch sehr gut ausgestattet sind. In jeder Gruppe gibt es x-Teilnehmer, die mit einem Smartphone, einer Digitalcamera, einem Note- oder Netbook ausgestattet sind. Für den Notfall können Sie ja auch Ihre Kamera zur Verfügung stellen, die Fotos in Ihr eigenes Notebook laden und dann als Präsentation zur Verfügung zu stellen.

img_6356014Hier wurde ein Zwischenschritt vergessen, deshalb war der nachfolgende Schritt nicht möglich. Die Reihenfolge drüber-drunter-drüber-drunter kann so nicht eingehalten werden.

img_6358015

Hier wurde eine Zacke vergessen. Merke: Aufmerksamkeit.

img_6360017

Hier wurden die Streifen in der falschen Richtung durchgezogen. Es funktioniert nur, wenn die Streifen vor dem Durchziehen und Vollenden einmal gedreht werden.

img_6361018

Puh, fertig!

Morgen lesen Sie den letzten Artikel aus dieser Serie:  Sterne falten im Team Teil 5 – Ja, und dann?

Rezension – Die METALOG-Methode von Tobias Voss

Donnerstag, September 29th, 2011

metalog„Oh, wie schön, ein METALOG-Buch!“ denke ich, während ich nach dem Buch in der Buchhandlung greife. „Hypnosystemisches Arbeiten mit Interaktionsaufgaben? Heimatland!“ ich lasse das Buch sinken. Was ist denn das bitte für ein Untertitel? Ich erwartete ein Buch, das mir noch weiteren Aufschluss geben sollte, über die tollen Trainingstools, die ich schon seit Jahren einsetze. Zum Glück ist das Buch nicht eingeschweißt und ich beginne im Buch zu blättern. Ich lese ein bisschen quer und bin sofort versöhnt. Na, das ist ja noch mal gut gegangen, Herr Voss! Mir gefällt die lockere Erzählweise von Herrn Voss, den ich im Buch wiederfinde, obwohl ich ihn nur ein einziges Mal auf der Didacta vor ein paar Jahren erlebt habe. Das gefällt mir sehr gut und ich weiß, dass ich die METALOG-Tools bereits in diesem Sinne einsetze. Sehr positiv am Prolog ist, dass der Autor die einzelnen Fachbegriffe erklärt: Was ist überhaupt hypnosystemisch? Selbst der Name „Metalog“ wird erklärt und ich verstehe, was der Untertitel im Zusammenhang mit der Unternehmensidee bedeutet. Versöhnt, versöhnt!

Der Autor erläutert im 1. Kapitel die Interaktionsaufgaben als ganzheitliches Lernkonzept und ich finde meine Erfahrungen aus meiner erlebnispädagogischen Zusatzausbildung hier vertreten. Gut, dass ich noch mal wieder bewusster auf die Übungen schaue. Im Laufe der Zeit geht hier schon manchmal die Sorgfalt verloren und ich merke, dass ich die Übungen nach der Lektüre des Buches wieder bewusster einleite und auswerte, was für den Lernprozess sehr wertvoll ist. Sehr lebendig sind die Beispiele aus der Trainingspraxis, die der Autor anführt. Einige Situationen sind mir sehr bekannt. Sehr hilfreich finde ich die zusätzliche Nutzenargumentation für den Einsatz der Interaktionsaufgaben. Kennen wir nicht alle die Kritiker, die uns oft ungläubig anschauen im Seminar, wenn wir eine Interaktionsaufgabe anleiten?

Weiterhin sehr hilfreich in diesem Buch sind die Ausführungen zum „Timing der Auswertungsfragen“: Das Modell des 3-phasigen Übergangs. Ich habe das in der Auswertung bei meinem letzten Einsatz der METALOG-Tools in verschiedenen Gruppen gleich einmal ausprobiert und bin sehr erstaunt, wie viel mehr ich damit aus den Übungen „herausholen“ kann, bzw. die Teilnehmer für sich herausholen können.

Das 3. Kapitel ist komplett dem Thema “Teamentwicklung” gewidmet. Hier werden Leser fündig, die schwerpunktmäßig in diesem Bereich arbeiten. Das Kapitel ist auch wieder an einem konkreten Trainingsbeispiel ausgeführt.

In Kapitel 4 geht es um die Vorstellung und den konkreten Einsatz einzelner METALOG-Trainingstools: Systeaming, Teamquadrat, KultuRallye, Wortspiel, Heartselling und Tower of Power. Sehr gut gewählt ist hier die Darstellung der Tools in der Tabelle, die jeweils die Methode und  die „echte“ Welt gegeneinander abgrenzt. Das hilft dem Trainer bei der Inszenierung der Aufgaben. Bei mir regt es die Phantasie zum Einsatz der Tools an. Das muss aber jeder Leser selbst ausprobieren.

Kapitel 5 hält ein paar Checklisten für Inszenierung und Praxistransfer bereit.

Ich finde, ein rundum gelungenes Buch für den noch zielgerichteteren Einsatz der METALOG-Trainingstools. Weiterhin beflügelt es meine Phantasie, als Trainerin, die Tools noch für zusätzliche Themen zu nutzen, z.B. für Fachthemen.

Ein Hinweis noch: Grundlage für das Buch ist nicht, dass man bereits die METALOG-Trainingstools einsetzt. Ganz im Gegenteil, das Buch verdeutlicht, welches Tool für die eigene Arbeit sinnvoll sein kann.

Fazit: Kaufen!

Die METALOG Methode: Hypnosystemisches Arbeiten mit Interaktionsaufgaben