Posts Tagged ‘Wiederholungsübung’

#TrainerQuickie-Wiederholung Nr.10: Kekse, Kekse, Kekspause

Freitag, Oktober 28th, 2011

Ich sitze am Schreibtisch und esse eine Tüte Buchstaben-Kekse. Plötzlich fällt mir auf, dass ich wertvolle Trainerressourcen für mein nächstes Training vernichte: BUCHSTABEN! Damit kann man doch was machen!
Nachdem ich bereits 2/3 der Tüte aufgegessen habe, kommt mir die Idee für diese kleine Auflockerung: Warum nicht mal die Teilnehmer mit einer kompletten Buchstabenkekstüte in die Pause schicken?
Dieser Übergang zwischen Lernen und Pause sollte schon etwa 5-7 Minuten vor der Pause eingeleitet werden, damit den Teilnehmern auch noch genügend Zeit für die Pause und die Erholung bleibt!

Also:
Tüte aufreißen, Kekse auf den (gereinigten!) Pausentisch kippen und die Teilnehmer bitten, möglichst viele Fachbegriffe aus der letzten Arbeitseinheit oder den letzten Stunden, mit den Buchstaben zu legen, dabei unbrauchbare und kaputte Buchstaben sofort aufzuessen: “Die schlechten ins Kröpfchen!”
Danach ALLE ausgelegten Fachbegriffe als Gruppe auch ‘gustatorisch’ verinnerlichen. ;-)

Ich habe ein paar Fotos erstellt, aber viel war nicht mehr zu retten. Ich bitte um Nachsicht, liebe Leser!
Die Idee war einfach zu spät dran. Und die Kekse viel zu lecker!

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Jetzt aber mal alle raus… in die Pause:
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Wer ramt des Zeig zam? – Vier Seiten einer Nachricht mal authentisch

Donnerstag, August 11th, 2011

Neue Saison nenne ich den Start nach der Sommerpause, weil es der Neustart nach etwa zwei Monaten wirklicher Pause ist. Urlaubszeit für Inhouse-Themen, ist ja niemand da, wer soll also noch ins Seminar kommen? Zeit, etwas Neues auszuhecken.
Aber themenbezogen ist gar nicht neu, was dann immer wieder passiert: Bei mir startet die neue Saison mit neuen Auszubildenden, neuen Nachwuchskräften und dazu mit den beliebten Grundlagen der Kommunikation von Sender-Empfänger, über den Eisberg, bis hin zu den Vier-Seiten-einer-Nachricht. Es sind Basics und sie sind prüfungsrelevant und jahrelang probiere ich immer wieder ganz unterschiedliche Dinge in Bezug auf das Thema aus. So auch in diesem Jahr. Mittlerweile ist die Erklärung des Modells eine astreine Stand-up-Nummer. Die gut ankommt. Mir ist ja wichtig, dass die Teilnehmer lachen.
Doch in diesem Jahr hat eine Gruppe bei der einfachen prüfungsbezogenen Aufgabe im Anschluss alle Lachrekorde getoppt.

Die Übung finde ich totlangweilig, aber wirksam:

Wählen Sie in der Kleingruppe einen typischen Satz aus Ihrem Arbeitsbereich aus und erläutern Sie ihn vor dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun.

Schallendes Gelächter begleitete die Präsentation einer Kleingruppe. Sie hatten die Aufgabe ganz mundartlich, nämlich bayrisch gelöst.

Herrlich, meistens sind es die alltäglichen Dinge, die uns das Leben so lustig machen:

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Also, ich bin gespannt, zwischendurch auch noch mal andere mundartliche Varianten zu finden.
Sprache ist ja eine tolle Sache. :-)

Haben Sie auch mundartliche Erfahrungen zum Thema?

Trainer-Urlaubstipp Nr.5: Souvenirs

Freitag, Juli 15th, 2011

Kaufen Sie Souvenirs!
Schauen Sie NICHT verächtlich auf die liebevoll in China hergestellten kroatischen, spanischen oder sorbischen Handmade-Souvenirs.
Meist werden diese Souvenirs in ambulanten Strandboutiquen verkauft. Schauen sie genau hin, was könnten Sie für Ihre Arbeit gebrauchen?
Manchmal hilft uns der größte Kitsch bei der Vermittlung trockener Inhalte.

Hier ist meine kleine Ausbeute (man muss es ja auch nicht gleich übertreiben):

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Ein riesiger Glibbergummi-Kooshball (ca. 25 cm im Durchmesser). Beim Werfen leuchtet er blau. Cooles Teil für “Heißer-Ball-Runden”, Blitzlichter und Namensspiele.
Nachteil: Die Hände stinken nach der Ballrunde furchtbar nach Gummi. Aus meiner Erfahrung mit anderen Koosh-Bällen legt sich das aber nach der 10. Seminargruppe. :-)

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Daneben lag noch ein kleiner gelber Glibberwurm. Auch der leuchtet beim Werfen. Mitnehmen.

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Eine Wasserpistole! Yess!
Ja, ich werde sie einsetzen. Bietet sich in heißen Sommerseminaren besonders für trockene Themen ein. Allerdings immer nur einmal in der gleichen Seminargruppe, dann ist der Überraschungseffekt weg. Es gibt zwei drei “robuste” Gruppen mit denen ich das auf jeden Fall machen kann. Und ich freu’ mich drauf! :-)

Ich habe kitschige Urlaubssouvenirs und ich werde sie einsetzen.
Was bringen Sie mit?
Ich wünsche Ihnen einen schönen Urlaub! :-)

Trainer-Urlaubstipp Nr. 4: Familien-Vokabel-Power

Dienstag, Juli 12th, 2011

Heute lesen Sie den 4. und damit vorletzten Trainer-Urlaubstipp und während Sie dies hier lesen, höre ich ein tieftrauriges “Ooch Schaaade!” von Ihnen.

Familien-Vokabel-Power:

Ich greife heute noch mal das Thema Sprache auf.
Je mehr Personen zu Ihrer Urlaubsgruppe gehören, desto besser. Desto mehr Vokabeln haben Sie zur Verfügung, können Sie lernen. Wir haben in diesem Jahr eine Woche Urlaub mit der ganzen Familie gemacht: Eltern & Schwiegereltern, Schwager. Sieben Personen, jawoll! Da kommt viel zusammen.
Vokabel-Power funktioniert so: Nehmen Sie einen großen Stapel Kartei- oder Moderationskarten mit in den Urlaub. Geben Sie jedem Familienmitglied jeden Morgen 5 oder 10 Karten, je nach Lust und Zeit am Sprachenlernen. Im Laufe des Tages sollen die einzelnen Personen pro Karte einen neuen Begriff, einen Satz oder eine Redewendung aufschreiben. Auf der einen Seite in der Fremdsprache, auf der Rückseite der Karte die deutsche Übersetzung. Abends wird “Inventur” gemacht und ausgetauscht, wer welche Karten geschrieben hat. Dabei kann dann gerne noch mal gemeinsam im Wörterbuch nachgestöbert werden, ob auch alle Begriffe richtig geschrieben oder übersetzt sind. Vielleicht nutzen Sie auch die Chance, mit diesen Karten Kontakt zu Muttersprachlern aufzunehmen, die noch mal die Richtigkeit z.B. von Sätzen oder Redewendungen prüfen. Interesse an der Sprache des anderen ist immer ein guter Anknüpfungspunkt für ein Gespräch.
Danach sollten identische Karten aussortiert werden. Spätestens nach dem 3. Tag haben sie eine ganze Menge Vokabelkarten, mit denen Sie die unterschiedlichsten Spiele veranstalten können:

  1. Cluster bilden: Welche Begriffe gehören zusammen, betreffen z.B. ein Hobby oder einen Begriff aus der Küche oder Körperpflege?
  2. Vervollständigen: Es werden weitere Begriffe zu den einzelnen Bereichen gesucht, die immer mal gebraucht werden könnten, die aber noch niemand aus der Gruppe bearbeitet hat. Zum Beispiel: Es wurden die unterschiedlichsten Fleischsorten herausgesucht, aber niemand hat sich bisher für die Beilagen interessiert. Wie es dann so ist, keiner will die unangenehmen Dinge machen!
  3. Montagsmaler: DER Klassiker, den auch Oma noch spielen kann weil sie das TV-Format mit Sigi Harreis aus der ARD noch kennt. Zum Beispiel: Es wird ein Begriff gezogen, der gezeichnet werden soll, die Gruppe muss in der Fremdsprache erraten, was dort gezeichnet wird. Mehr Informationen erhalten Sie, wenn Sie auf den Link dazu klicken.
  4. Pantomime: Statt zu zeichnen, wird der Begriff in einer Pantomime dargestellt, der Rest der Gruppe muss raten, um welchen Begriff es sich handelt.
  5. Rap/Karaoke: Für total verrückte Familien, die auch noch einen Hang zu Rhythmus oder Musikalität verspüren, diese können die einzelnen Begriffe auch in einen Rap einbauen oder eine Karaoke basteln. Dazu ist es natürlich notwendig, entsprechendes Equipment mit in den Urlaub zu nehmen. Sehr musikalische Familien versammeln sich um die Fleischplatte…ähm… das Lagerfeuer (den Grill) und singen dann zur Gitarre. Wie romantisch! :-)

Man kann aber auch mit entsprechender Fachliteratur auf Vokabelsuche gehen. MIr gefallen hier oft Kinderwörterbücher zum Einstieg :-)

Hier ein Wörterbuch für kroatische (Hrvatski) Kinder, die Deutsch (Njemački) und Französisch (Francuski) lernen möchten, komplett mit Lautschrift. Sehr süßes Buch:
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Leider hat sich ein Druckfehler bei Französisch eingeschlichen: Cochon – Schwein und Cygne – Schwan sind vertauscht. Das könnte später mal schwierig werden, wenn es um Komplimente geht und man hops eins auf die Rübe bekommt, weil man den kleinen Schwan als kleines Schwein bezeichnet hat :-)

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Andere Familienmitglieder holen sich ihre Vokabeln aus Backheften. Das ist auch nicht schlecht, wenn dann die entsprechenden Rezepte zu Hause nachgearbeitet werden:
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Aber für den Lerneffekt bedarf es gar keiner wirklich großartigen Spiele. Denn es ist ebenso spannend zu hören, wer welches Wort mitgebracht hat und wo genau er es aufgeschnappt hat. Das ist ein schönes Ritual für Familien, denn mal ehrlich, manchmal gehen einem doch nach ein paar Tagen die Gesprächsthemen aus und man sich gegenseitig auf den Keks. Dann gibt es vielleicht auch mal Frust. Das ist doch im Urlaub nicht schön und der Erholungseffekt ist dahin. Mit Vokabel-Power bleiben Sie aktiv im Gespräch.
Natürlich gibt es auch Familien, in der ein jeder viel mitzuteilen  hat … öhm, da kann es ein schönes Zusatzthema sein, oder Sie denken über eine Urlaubsverlängerung nach.

Welche Vokabel-Spiel-Ideen haben Sie?

Ich wünsche Ihnen aber auf jeden Fall einen ganz schönen Urlaub! :-)

Trainer-Urlaubstipp Nr. 1: Vokabelinvasion in gelb

Freitag, Juli 8th, 2011

Glücklich sei derjenige, der seinen Urlaub noch vor sich hat.
Seit Mitte dieser Woche hat auch Niedersachsen Ferien. Ein guter Grund, um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch ein paar sommerliche Tipps mitzugeben.

Heute: Vokabelinvasion in gelb.

Vor einigen Jahren hatte ich es sehr eilig, sehr viel Französisch zu lernen, also pflasterte ich die Wohnung fast zu 100% mit Haftnotizen voll. Eine sehr wirksame Idee, die alltäglichen Begriffe zu lernen. Wenn mir beim Anblick oder im Vorbeilaufen der französische Begriff einfiel, dann konnte ich die Haftnotiz getrost entfernen. Erstaunlich ist, dass das jetzt etwa vier Jahre her ist und mir die Begriffe immer noch einfallen. O.K., manchmal fällt mir beim Aufräumen auch noch der eine oder andere Zettel wieder in die Hände. Super Methode!

Aktuell probieren wir das zu Hause mit Kroatisch. Das ist in Bezug auf die Endungen der Wörter, die gleich ein großes und vorallem logisches Verständnis der Grammatik nach sich ziehen, nicht ganz so einfach. Doch ich halte grundsätzlich an dieser Methode fest.
Ich gebe auch Teilnehmern immer wieder den Tipp, das mit dem Lernen von Fachbegriffen ebenso zu machen. Dabei werden die Begriffe wahllos in der Wohnung verteilt und durch vielfaches Anschauen und Assoziieren gelernt.

In welcher Sprache wollen Sie sich noch etwas fortbilden vor Ihrem großen Sommerurlaub? Lernen Sie doch einfach mi der gesamten Familie.

Hier eine kleine kroatische Inspiration:

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Man weiß ja nie, wann man das mal braucht.

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Lustiges Wort

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Leider hatte ich keinen Schundroman zur Hand, aber der Begriff ist so schön und melodramatski, dass ich ihn auf einen “Stellvertreter” geklebt habe. :-)

Wiederholungsübung STER – „Domino” ein Klassiker

Montag, April 18th, 2011

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Meine „Saison” hat begonnen: Prüfungsvorbereitung!
Das bedeutet auch: viel Routine. Dabei soll es weder mir noch den Teilnehmern langweilig werden. Mittlerweile nach 13 Jahren – für dieses Thema gefühlte 25 Jahre (!!!) – habe ich eine ganze Menge an Methoden zusammengetragen, die uns genau das bringen sollen, was wir alle in dieser Sache brauchen: Erkenntnisse, Abwechslung und Spaß!

Ein Klassiker den ich seit Jahren einsetze ist “Domino” – nicht so lustig, aber immer noch abwechslungsreich im Rahmen der Prüfungsvorbereitung.

Wie funktioniert dieses „Domino”?
Es funktioniert genauso, wie Sie es vielleicht von früher kennen. Erinnern Sie sich noch? Es mussten immer die passenden Bilder, Formen, Augen angelegt werden.
Die Spielsteine wurden unter allen Mitspielern aufgeteilt. Ziel des Spiels war es, so schnell wie möglich die eigenen Spielsteine loszuwerden. Gewonnen hatte derjenige, der strategisch wertvoll alle seine Steine anlegen konnte.

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Für meine Teilnehmer habe ich es abgeändert:
Sie müssen keine Würfelaugen oder Bilder anlegen, sondern Stichworte und passende Definitionen zusammenfügen. Dabei sehe ich es auch immer als Teamaufgabe, das Domino zusammenzufügen, statt als Einzelkämpfer einfach nur alle Karten loszuwerden. Gewonnen hat das Team, das am schnellsten alles richtig angelegt hat.

Der Vorteil bei dieser Übung ist, dass möglichst viele Sinne beteiligt sind. Es wird gelesen, diskutiert und angelegt oder auch „begriffen”. Ich begreife das Thema z.B., in dem ich die richtige Karte an der richtigen Stelle anlege.

Am Anfang habe ich eher unverständliche etwas hölzerne Definitionen aus Lehrbüchern genutzt, die ich im Laufe der Jahre teilnehmerfreundlich erneuert habe. Ich habe daran herumgebastelt, etwas neu geschrieben oder hier und da die Worte optimiert, den Text vereinfacht. 
Als „Trägermaterial” habe ich das GRIPS-Lernspielmaterial im Einsatz. Es ist so schön bunt, glänzt schön und ist dabei sehr variabel. Klar kann man das auch anders machen. Eine saubere, glatte, bunte Lösung und sehr variabel, wenn ich schnell etwas ändern möchte. :-)

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Interessant, aber schwerer zum Schleppen ist natürlich eine solche Variante: hier. :-)

Welche Materialien nutzen Sie?
Welche Abwandlungen dieses Klassikers haben Sie zusammengestellt?

Was ist denn dieser #Trainertipp?

Dienstag, April 12th, 2011

Seit einigen Tagen tauchen bei Twitter wieder Nachrichten wie diese auf:

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Was sind denn das für Tipps?
Soll ich von meinem Schreibtisch aufstehen und das jetzt mitmachen? Und überhaupt: Was heißt denn TN?
Wenn Sie wollen, dann machen Sie‘s, stehen Sie auf, machen Sie mit und wenn Sie zufällig als Teilnehmer in einem furchtbar langweiligen Seminar sitzen, dann seien Sie doch einfach mal kühn und schlagen eine dieser Übungen vor… ;-)

Grundidee:
Diese #Trainertipps sind für die Trainer, Referenten, Dozenten und andere Lehrende unter den Twitterern gedacht, die sich für kurze aktivierende Methoden interessieren. Methoden, die man „mal so zwischendurch” anleiten kann, um die Teilnehmer mit wenig Aufwand kurz und schnell zu aktivieren. Zusätzlich gibt es immer noch Hinweise zu interessanten Seiten oder Ideen, denn als Trainer sind wir oft als Jäger und Sammler in Bildungsdingen unterwegs.

140 Zeichen sind verdammt kurz, so dass die Tipps & Methoden oft etwas hölzern und abgehackt klingen. Das hält uns nicht davon ab, unseren Followern diese Tipps trotzdem zur Verfügung zu stellen.
Auf diesem Wege bedanken wir uns auch für das positive Feedback und die Retweets.

Sie sind neugierig geworden und folgen uns noch nicht? Dann wird es Zeit:
www.twitter.com/trainertipp
P.S. TN ist übrigens die Abkürzung für Teilnehmer/-innen.

Trainingszeit ist wertvoll oder Gruppenarbeiten sind Zeitverschwendung

Montag, April 26th, 2010

Was bedeutet das konkret?

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Nicht die Aufgabe oder das Arbeiten an sich ist hier gemeint, sondern einfach, die Zeit, die ‘zwischen den Gruppen’ verloren geht.
Die Gruppen arbeiten konzentriert an der Aufgabe. Vorausgesetzt, die Gruppe hat das Gefühl, es handelt sich um eine ‘sinnvolle’ Aufgabe. In diese Kategorie fallen Aufgaben, zu denen die Teilnehmer wirklich etwas erarbeiten und nicht etwa vorgekaute Texte aus Skripten nur noch mal an den richtigen Stellen zusammenfassen und bunt gestalten, weil dem Dozenten oder Trainer nichts Besseres einfällt. Das gibt es ja leider auch viel zu oft.

Setzen wir nun voraus, dass es sich um eine sinnvolle Gruppenaufgabe handelt. Aus Ihrer Erfahrung wissen Sie, dass die Gruppen unterschiedlich schnell mit der Aufgabe fertig sind. Das ist völlig normal. Was macht man mit dieser Zeit? Hier mal 5 Minuten, da mal 3 Minuten und bei dieser Aufgabe noch mal 5 Minuten. Da kommt im Laufe einer Seminarwoche ganz schön was zusammen. Schade um die Zeit. Die Teilnehmer finden es oft gar nicht schlimm, ein bisschen mehr Zeit zum Quatschen zu haben. Manchmal wird auch der Trainer ausgefragt. Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal in der Situation gesteckt und sich über diese kleine Plauderei gefreut? ;-)

Aber: Trainingszeit ist kostbar! Für diese Fälle setze ich seit neuestem bewusst auf die so genannten “Lernquickies”. Das ist nicht neu und ich möchte damit das Rad auch nicht neu erfinden, dennoch achte ich jetzt einfach bewusst darauf, dass ich für die Schnellen der Gruppe etwas vorbereitet habe. Ich habe das in der Vergangenheit immer schon mal ausprobiert und eingesetzt, aber nie bewusst geplant und aufgeschrieben. So hat es eben mal besser, mal schlechter funktioniert.

Was genau sind denn diese Lernquickies?
Lernquickies sind kurze themenbezogene Aktivitäten für Teilnehmer, um Leerlaufzeiten im Seminar, z.B. durch Gruppenarbeiten, aktiv zum Lernen zu nutzen. Das gilt auch für die Zeit vor Beginn des Seminars und für die Zeit nach den Pausen, wenn noch nicht alle Teilnehmer wieder im Raum sind. Auch kurze Pausen könnten je nach Aktivität genutzt werden.

Der Lernquickie

  • verbindet alle Teilnehmer, sowohl diejenigen, die schon früher anwesend sind, mit denen, die später ankommen.
  • leitet die Gedanken zum Thema, von dem Moment an, in dem der Teilnehmer den Raum betritt.
  • ermöglicht es, die gesamte Lernzeit themenbezogen zu nutzen.
  • ermöglicht es dem Teilnehmer, eine Inventur durchzuführen: Was weiß ich schon zum Thema? oder Was habe ich heute zum Thema gelernt?
  • ermöglicht einen anderen Blick auf das Lernmaterial

Ein paar Tipps für “schnelle Teilnehmer”:

Lernquickie 1: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann diskutieren Sie in Ihrer Kleingruppe, was Sie in dieser Aufgabe gelernt haben und was Sie mit dem Gelernten anfangen werden.”

Lernquickie 2: “Wenn Sie fertig sind, dann schreiben Sie drei (fünf, sieben) wichtige Dinge auf ein FlipChart, die Sie mit dieser Aufgabe gelernt haben.”

Lernquickie 3: “Sind Sie schon fertig? Dann schauen Sie noch mal an, was Sie aufgeschrieben haben und machen sie eine Liste der besten Ideen, die Sie gelesen haben.”

Lernquickie 4: “Wenn Sie fertig sind, dann schauen Sie doch einfach mal ganz still bei den anderen Gruppen zu, die noch arbeiten. Bitte fragen Sie die Gruppen vorher, ob das für sie o.k. ist.”

Lernquickie 5: Schreiben Sie ein FlipChart mit einer Liste unterschiedlicher Aktivitäten für schnelle Teilnehmer. Hängen Sie sie im Seminarraum auf. “Wenn Sie früher mit der Aufgabe fertig sind, dann wählen Sie bitte eine Aktivität von diesem FlipChart.” –> Oh, da können Sie auch ein tolles FlipChart (oder mehrere?) vorbereiten, das Sie mehrfach verwenden können. Welche Ideen haben Sie dazu? :-)

Lernquickie 6: “Früher fertig mit der Aufgabe? Finden Sie ein oder zwei andere Teilnehmer, die auch schon mit der Aufgabe fertig sind und sammeln Sie, wie Sie das Gelernte in der Praxis umsetzen können. Halten Sie Ihre Ideen auf einem FlipChart fest.”

Lernquickie 7: “Wenn Sie bereits fertig sind, dann gestalten Sie eine Metapher/ eine Geschichte für das bereits Gelernte.”

Lernquickie 8: “Wenn Sie eher fertig sind, dann überlegen Sie, was Sie heute gelernt haben und machen Sie eine Namensliste der Kollegen, mit denen Sie dieses Wissen teilen wollen.”

Lernquickie 9: Schreiben Sie auf ein FlipChart (oder eine Folie) drei Fragen, die sich auf die Hauptaufgabe beziehen, diese z.B. ergänzen: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann schreiben Sie Ihre Antworten zu diesen drei Fragen auf Moderationskarten und besprechen Sie sie mit anderen Teilnehmern, die bereits mit der Aufgabe fertig sind.”

Lernquickie 10: “Wenn Sie mit der Aufgabe fertig sind, dann schreiben Sie eine Frage auf eine Seite einer Moderationskarte, die Antwort auf die andere Seite. Stellen Sie sich gegenseitig die Fragen und versuchen Sie sie korrekt zu beantworten.” –> Sie können die Karten mit den Fragen auch einsammeln und ggf. später im Seminar einsetzen.

Diese Aufgaben sollen nur sehr kurz sein und nur kurz oder gar nicht ausgewertet werden. Wichtig ist, dass sie die FlipCharts mit den Informationen, die Sie nicht direkt auswerten, während der gesamten Zeit im Seminarraum hängen lassen. Sicher können die Charts im Laufe des Seminars immer noch ergänzt werden. Oder die Antworten können im informellen Teil noch weiter diskutiert und besprochen werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Welche Ideen haben Sie zur Ergänzung?

Handelsassistenten-Spezial 2: Keine Lust zum Lernen? – Nervprogramm gefällig?

Montag, März 29th, 2010

Ich lese gerade bei Facebook, dass heute für einige Teilnehmer der “Lernurlaub” anfängt. Das ist ein guter Plan. :-)

Aber ich lese auch, dass die Motivation nicht allzu hoch ist. Aus eigener Erfahrung kenne ich die Aufschieberitis: “Ach, es sind ja noch drei Wochen bis zur Prüfung! Da hab’ ich ja noch Zeit!” – Das Problem: am Ende muss man in vielen Bereichen großen Mut zur Lücke haben. Kein sicherer Plan, der oft nur Mittelfeld beschert und am Ende ist es wieder mal ärgerlich: “Hätte ich doch nur…”
Jetzt zeigt sich doch noch der Mutterinstinkt für meine Teilnehmer. Au Backe!

Zufällig habe ich ein so genanntes “Nervprogramm” gefunden, das immer wieder zum Lernen animieren soll, auch wenn man z.B. mit viel wichtigeren Dingen im Internet unterwegs ist. Auf Facebook gar, oder bei StudiVZ, beim Ostergewinnspiel der Sparkasse usw. Ich kann das nur zu gut verstehen. ;-)

Popling Screencast from rob rhyne on Vimeo.

Hier ist der Link zur Webseite: http://www.popling.net/

Vielleicht einfach mal testen.

Das interesanteste Programm in dieser Form ist für mich aber immer wieder dieses: http://www.cobocards.com/
Jetzt sogar mit App fürs iPhone. Also wirklich, moderner geht’s kaum.

Viel Spaß beim Lernen und alles Gute für die Prüfung!

#TrainerQuickie-Einstieg Nr.8 oder Wiederholung Nr.8: Postkarten-Partnersuche

Sonntag, März 21st, 2010

Wieder so eine Übung, die man vielseitig einsetzen kann. Fein!

Diese Übung eignet sich für den Einstieg ins Seminar. Besonders dann, wenn die Teilnehmer schnell miteinander ins Gespräch kommen sollen.
Die Übung verbindet  Teilnehmer und Thema auf unterhaltsame Weise. Jeder bekommt mindestens ein Puzzleteil einer Postkarte, dann gilt es den oder die Partner zu finden, die die Karte komplett machen. Wenn die Partner sich gefunden haben, dann drehen sie die Karte um und beantworten die Frage auf der Rückseite oder diskutieren die Aussage, die sie zum Thema dort finden.

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Was bringt die Übung noch?

  • Sie bringt die Teilnehmer miteinander in Kontakt.
  • Sie ermöglicht die Bildung von Lernpartnerschaften für die Zeit des Trainings/ Seminars.
  • Es fokussiert die Teilnehmer auf das, was sie bereits zum Thema wissen oder was sie zum Thema diskutieren könnten.
  • Die Bewegung durch den Raum erhöht das Energielevel der Gruppe, das wiederum fördert das Lernen.

Material?

Suchen/ kaufen Sie vor dem Training verschiedene Postkarten. Je nach Thema können Sie überlegen, ob die Postkarten zum Thema passen sollten, oder nicht. Mir ist wichtig, dass die Postkarten einfach bunt und nicht so extrem unterschiedlich sind, damit man einfach auch noch mal genauer hinschauen muss. Außerdem auch mit viel mehr Teilnehmern ins Gespräch kommt. Drucken oder schreiben Sie eine Frage oder einen Satz auf die Rückseite der Karte. Der Satz oder die Frage auf der Karte kann bei jeder Karte gleich sein. Zerschneiden Sie die Karten, damit jeder Teilnehmer ein Teil davon erhält. Seien Sie beim Schneiden möglichst kreativ: schief, rund, zickzack, ritschratsch usw.

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Was schreib’ ich bloß drauf?

Beispiele für Fragen oder Diskussionsthemen:

  • Welche drei Fakten wissen Sie schon zum Seminarthema?
  • Welche Frage möchten Sie auf jeden Fall zu diesem Thema beantwortet haben?
  • Welche zwei Dinge wollen Sie nach Ende des Trainings können?
  • Hier ist ein Statement zum Thema (Ihr Thema hier eintragen). Wie ist Ihre Meinung darüber?
  • Diskutieren Sie das folgende Statement: (Ihr Thema hier eintragen).
  • Welchen Themen stehen Sie kritisch gegenüber?

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Vorbereitung:

Natürlich sollten die Teilnehmer genug Platz haben, um sich im Raum zu bewegen. Allerdings ist das bei meinen Seminaren immer möglich. Wenn man mir einen Raum zuweist, der zu klein ist, dann kann ich sehr eklig werden. ;-) Das wissen schon alle, die mich buchen.

Die Gruppengröße sollte mindestens 6 betragen kann auch in Großgruppen bis ca. um die 30 Personen durchgeführt werden. Dann muss man allerdings bedenken, dass es länger dauert, bis sich die Partner gefunden haben. Außerdem sollten Sie dann wirklich über möglichst unterschiedliche Postkarten nachdenken, damit sich bei der Fülle der Personen die einzelnen Partner auch schneller finden.

Je nach Größe kann die Übung zwischen 5 und 10 Minuten dauern. Machen Sie das von der Gruppengröße abhängig.

Variationen:

Einsatz als Wiederholung: Ich stelle Fragen zum behandelten Thema, außerdem lasse ich dann die Teilnehmer die Puzzleteile noch mal untereinander tauschen, oder gebe mehr Puzzleteile aus, als Teilnehmer vorhanden sind. So muss man in mehreren Zusammensetzungen Fragen zum Thema beantworten. Man kann auch alle Postkarten-Puzzles zunächst komplett legen lassen und dann die Kleingruppen die unterschiedlichsten Fragen beantworten lassen. Dann wird die Übung zum “Postkarten-Wandern”.

Halten Sie am Eingang des Seminarraums einen Behälter mit den unterschiedlichen Puzzleteilen bereit und lassen Sie die Teilnehmer beim Betreten des Raumes ein Puzzleteil auswählen.

Wenn Sie an Tischen mit Kleingruppen arbeiten, dann verteilen Sie die Puzzleteile an den Tischen.

Bei Sprachtrainings oder interkulturellen Trainings kann man auch mal Postkarten mit Sehenswürdigkeiten unterschiedlicher Länder wählen und hinterher dazu ins Gespräch kommen.

Selbstverständlich eigenen sich auch regionale Postkarten, um den Teilnehmern zu zeigen, welche Sehenswürdigkeiten sie nicht sehen werden, weil sie von früh bis spät im Seminarraum sind. ;-)

Dann könnten auch die Teilnehmer die Postkarten selbst gestalten, eine Frage auf die Rückseite schreiben und die Karten zerschneiden.

Lassen Sie die Teilnehmer am Ende des Seminars noch mal mit den anfänglichen Postkarten-Partnern zusammenkommen und lassen Sie sie auswerten, welche neuen Erkenntnisse es gibt.

Apropos Postkarten, man muss die Karten nicht unbedingt zerschneiden: Die Psychonummer geht natürlich auch! Kenn Sie auch, oder? Tausende Trainer quälen ihre Teilnehmer täglich, sich doch eine Karte auszuwählen, die ihren Zustand beschreibt. Ja, auch ich habe diese Übung schon angeleitet, weil sie in den Unternehmenskontext passte, oder besser: sein musste. Gähn! Bereits nachdem der 3. Teilnehmer gesagt hat, warum er sich die schöne Landschaft mit dem lila Regenbogen gewählt hat, hatte ich bereits auf Stand-by gestellt.
Ja, auch ich habe diese Übung schon mitgemacht und immer irgendwas Belangloses geheuchelt, was sich ungefähr dem Niveau der Gruppe angepasst hat. Doof fand ich die Übung allemal. Verkünde also offiziell: diese Übung ist passé, wenn Sie uns buchen! :-)